Freitag, 9. September 2011

Radtour von Emmelshausen nach Kirn (Hunsrück)

Hallo und Guten Abend,

in dieser Woche war es soweit … die VBZ-Radtour stand auf dem Plan (06.09.2011). Wer mit dem Wort VBZ nichts anfangen kann, dem sei gesagt, dass dies die Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach ist --- also dort wo ich arbeite. Kurzum: Es war ein Betriebausflug. Dafür hatten wir uns eine Radtour im Hunsrück überlegt. Ich möchte nur kurz ein paar Worte darüber verlieren, wie diese ablief.

Los ging es bereits in aller Frühe. So etwa gegen 05:00 Uhr klingelte mein Wecker und ich habe mich dann mit dem Fahrrad von Offenbach auf den Weg nach Frankfurt gemacht. Der RE fuhr dort 07:06 Uhr ab. Die Strecke war wirklich sehr schön und führte ab Mainz direkt am Rhein entlang. Der Zielbahnhof war Boppard, wo wir einen längeren Aufenthalt hatten und uns die Zeit mit einem zweiten Frühstück vertrieben haben.

Anschließend ging es weiter mit der Hunsrückbahn von Boppard nach Emmelshausen. Das ist die steilste nur über die Haftung der Räder funktionierende Bahnstrecke. Es werden dabei immerhin innerhalb von sechs Kilometern 336 Höhenmeter erstiegen. Das Ergebnis waren interessante Ausblicke in den Hunsrück … der wirklich so grün und bewaldet ist, dass man manchmal der Meinung war, dass unter einem der Urwald liegt.

In Emmelshausen angekommen startete schließlich unsere Radtour. Die abgefahrene Strecke ist ganz grob in dem folgenden Bild aufgezeigt, wobei jeder kleine Abzweig nicht stimmen muss, aber so in etwas ist die Fahrt abgelaufen.


Ein großes Problem war der Gegenwind. Da wir teils nach Süden, teils nach Südwesten fuhren, war wir häufig dem starken Südwestwind ausgesetzt, was uns vor allem zum Ende hin ziemlich zugesetzt hat.

Der erste Teilabschnitt ging da noch recht gut vorwärts, denn größere Steigungen waren zunächst nicht zu bewältigen. Wir fuhren auf dem Schinderhannes-Radweg von Emmelshausen bis nach Simmern, wo wir schließlich im Hotel Bergschlössen zu Mittag gegessen haben.

Dann ging es aber so richtig los, denn nun gab es neben den weiter zunehmenden Wind auch die ersten Steigungen zu bewältigen. Die waren sicherlich nicht endlos lang oder schwer zu fahren, in Kombination mit dem angesprochenen zweiten Hindernis zehrten diese aber zunehmend an den Kräften.

Zunächst sind wir die Verbindungstrecke zwischen Simmern und Kirchberg gefahren (12 km) um von dort an auf dem Lützeloon-Radweg bis nach Kirn zu gelangen. Die Strecke wurde von unserem „Reiseleiter“ als „leicht kuppig“ beschrieben. Das kann man in der Tat doppelt unterstreichen. Wahrscheinlich war es aber tatsächlich der Wind, der aus „leicht kuppig“ ganz schnell „sehr kuppig“ machte.

Als Belohnung gab es dann noch ein schönes Kaffeetrinken oder wahlweise Eisessen in Kirn, ehe es mit dem Zug zurück nach Frankfurt ging. Von dort dann noch mal die 10 km bis nach Offenbach und aus war die Tour.

So ein bissel froh war ich dann schon, da es für mich, der lange keine größeren Fahrradtouren mehr gemacht hat, doch schon etwas anstrengend war. Alles in allem aber ein sehr schöner Ausflug mit eingebauten Quäleinheiten. Es wäre sicher schön, auch im nächsten Jahr solch einen Ausflug zu organisieren.

Anbei noch ein paar Bilder: Die meisten stammen von mir selbst. Ich habe jetzt auch darauf bis auf ein Gruppenbild darauf verzichtet die Personenbilder mit rein zu nehmen.

Viele Grüße Marcus
VBZ Radtour Hunsrück 2011

Samstag, 3. September 2011

Die Fliege, die Fliege, die Fliege ist tot

Werte Trauergemeinde,

heute ist ein trauriger Tag ... ich habe den großen Brummer tot auf meinem Schreibtisch gefunden. Diese fette Fliege ist mir in den letzten Tagen beinahe ans Herz gewachsen. Über Tage hinweg brummte sie durch das Arbeitszimmer und ist mir sogar treu geblieben, als ich mal 4 Tage nicht im Haus war. Nun allerdings ist das Leben der gemeinen Schmeißfliege vorüber. Dieses dauert ja meist nur wenige Tage bis Wochen.

Klar war sie nervig und ich habe ihr insgeheim schon länger den Tod gewünscht, aber letztlich ist es doch auch nur eine einfach Fliege gewesen. Daher möchte ich ihr mit diesem Porträt meine letzte Ehre erweisen. Morgen wird sie dann im Biomüll beerdigt.

Allen einen schönen Abend ... trotz der traurigen Kunde ...

Grüße
Marcus


Mittwoch, 10. August 2011

G-Town Trance und USA-Panoramas

Hallo zusammen,

ich möchte mich mal wieder kurz melden. Derzeit verweile ich in Leipzig und habe dort am vergangenen Samstag (06.08) die (fast) schon traditionelle G-Town Trance Party mitgenommen. Bei gepflegter Elektromugge, Lagerfeuer und ein paar Lichterketten konnte man das Tanzen mit dem Chillen abwechseln und nette Gespräche führen. Alles in allem eine ziemlich gelungene Sache, da auch die angekündigte Regenfront nicht kam, die Wolken aber sehr wohl da waren. Dadurch konnte es auch nicht wirklich abkühlen und bis zum Morgen ging das Quecksilber nicht unter 20 Grad.

Die Woche mache ich einen recht ruhigen hier in Leipzig und das ist denke ich auch ganz gut so. Am Freitag steht dann noch eine kleine Gartenfeier an, wenngleich das Wetter dann nicht ganz so optimal und mild ist, wie die Woche zuvor, aber mit geeigneter Kleidung und dem richtigen Maß an Alkohol wird das schon passen :-)

Ich habe jetzt mal Zeit gefunden vier Panoramas zu basteln. Dank Sören habe ich auch das passende Programm dafür gehabt (Hugin). Dank nochmals für den Tipp.

Die vier Panoramas könnt ihr euch wie immer anschauen ... einfach auf das Bild unten klicken.

Nun denn ... ich wünsche noch einen angenehmen Tag.
Bye
Marcus



Hier gehts zu den anderen Bildern

Mittwoch, 27. Juli 2011

Ausflug zum Edersee

Einen schönen Guten Abend,

vergangenes Wochenende, genauer gesagt am Samstag (23.07.), stand wieder ein Ausflug auf dem Programm. Diesmal sollte es zum Edersee gehen. Dies ist der flächenmäßig zweitgrößte Stausee in Deutschland und wird, wie der Name schon sagt von der Eder gefüttert.

Dort am Edersee liegt auch eine ziemlich imposante Talsperre, die Edertalsperre. Der See ist also nicht anderes als ein Stausee und dient neben Energiegewinnung und Hochwasserschutz natürlich auch als Erholungsziel. Von Kassel ist es nicht weit dorthin, gerade einmal 50 km.

Also haben wir uns zwei Fahrräder geschnappt und sind mit dem Nahverkehr über Wabern bis nach Bad Wildungen gefahren. Das ist ein netter Kur- und Touristenort und abgesehen von vielen Rollatoren und allgemein eines ziemlich hohen Altersdurchschnittes, war die Stadt doch sehr ansehnlich mit schönen Fachwerkhäusern.

In dieser Stadt, die 2006 Ort der hessischen Landesgartenschau war, haben wir ersteinmal schön gefrühstückt. Dafür hatten wir uns vom Bäcker in Kassel ein bissel was mitgenommen. Anschließend haben wir uns auf's Fahrrad geschwungen und sind über Wega bis nach Hemfurth gefahren. Hemfurth ist ein staatlich anerkannter Luftkurort, der direkt an der Staumauer der Edertalsperre liegt.

Der Wasserstand des Edersee lies ziemlich zu wünschen übrig, aber das ist oft im Hochsommer so, dass dort das Wasser abgelassen wird, für den bevorstehenden Winter. Dennoch sind Staumauern natürlich immer beeindruckend und so bot sich ein ganz schöner Blick.

Mit dem Fahrrad sind wir dann weiter entlang des Edersees gefahren, bis wir nach Rehbach kamen. Rehbach ist ein Ortsteil von Hemfurth. Dort gab es auch eine größere Campinganlage. Wir haben dort zu Mittag gegessen (also jetzt nur Bratwurst und Co) und haben uns schließlich entschieden wieder zurück zu fahren Richtung Hemfurth. Das Wetter war doch nicht so pralle: Kühl, leichter Regen und ziemlich windig. Auf dem Rückweg sind wir noch an einem Baumkronenpfad vorbei gekommen. Das ist quasi ein Weg der auf Höhe der Baumkronen gebaut wurde. Lange gibt es den noch nicht (seit Juli 2010)und die Preise waren auch ziemlich happig. 8€ für 200m Laufweg ... naja, wir haben es nicht gemacht ;-)

Darüberhinaus gab es noch einen Kletterpark, der aber auf dem ersten Blick nicht so interessant aussah, wie in Wiesbaden. Spaß macht es dort aber sicherlich auch.

Wir sind schließlich noch etwas weiter gefahren bis nach Waldeck, wo wir uns im Strandhaus 12 einen schönen Kaffee und ein Stück Kuchen gegönnt haben. Man hätte nun noch mit einer Bergbahn bis zum Schloss Waldeck hochfahren können, wo man sicherliche einen prima Blick auf den See gehabt hätte, aber das haben wir uns auch für das nächste Mal aufgehoben.

Nun ging es endgültig zurück und weil unser Zug in Wega erst in einer Stunde wieder kommen sollte, sind wir gleich noch bis nach Fritzlar gefahren, von wo aus es schließlich mit dem Zug zurück nach Kassel ging.

Viel Zeit hatten wir für Fritzlar nicht. Nur ein kurzer flüchtiger Blick war möglich. Fritzlar trägt den Beinamen Dom- und Kreisstadt und ist wirklich ein schönes Städtchen, was auf einer Anhöhe liegt und einen prima Blick ins Edertal erlaubt. Zudem gab es auch dort viele schöne Fachwerkhäuser und natürlich den Dom zu bestaunen.

Es war ein schöner Ausflug, auch wenn das Wetter zu wünschen übrig lies. Aber dadurch war es wenigstens nicht so voll. Es war ein erster Schnupperkurs und wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir dort gewesen sind.

Wie immer habe ich ein paar Bildchen angehängt ... viel Spaß damit.

Bis zum nächsten Mal
Marcus


Ederseeausflug Juli 2011

Mittwoch, 20. Juli 2011

Von Chaos und Schlammschlacht - Mein erstes Festival

Hallo Zusammen,

ich möchte mich mal wieder melden. Am vergangenen Wochenende haben wir das Festivel SeaOfLove in Freiburg besucht. Darüber möchte ich mal eben kurz berichten.

Für mich war es das erste Festival und ich hatte mich gefreut auch endlich mal in den Genuss zu kommen. Allerdings hatte das Erlebnis nicht nur Positives zu bieten, sondern auch einiges Negatives.

Los ging es am Freitag (15.07.) Wir sind relativ spät von zu Hause weggekommen, aber wir wollten uns auch keinen Stress machen, da am Freitag eh noch nichts weiter auf dem Programm stand. Nach einigen Staus kamen wir schließlich in Freiburg an. Der Weg hin zum Campinggelände gestaltete sich dann aber mehr als beschwerlich.

Das Campingelände lag an der Messe Freiburg, während sich das Festivalgelände am Tunisee befand. Wir versuchten also zum Campingelände zu kommen, aber es ging rein gar nichts mehr vorwärts. Es ist zwar klar, dass es bei der Anreise ein wenig dauert, dass aber überhaupt nichts mehr ging, war nicht normal.

Irgendwann begann die Polizei die Zufahrtstrecke zu sperren. Wir standen da schon über 2h. Uns wurde gesagt wir sollen von der anderen Seite ran fahren. Da würde es besser gehen. Aber auch dort ging quasi nichts mehr. Tina ist dann man zum Gelände gelaufen und wollte sich informieren. Doch dort waren alle völlig überfordert und niemand wusste so richtig was man machen sollte.

Wir haben uns schließlich zu einer Baustelle vorgearbeitet, wo wir das Auto abgestellt haben. Dann sind wir zusammen zum Gelände. Dort wo es die Bändchen gab war alles zu spät und es war klar, dass es keine Chancen mehr gibt noch eins zu bekommen. Zu unserer Überraschung gab es aber neben den eigentlich Zugang zum Campingplatz auch noch einen anderen, wo irgendwie keiner kontrolliert hat. Das war alles total chaotisch. Also haben wir Zelt und ein paar Utensilien geholt und haben uns an einer noch freien Stelle positioniert.

Eigentlich war das alle nur ein riesiger Parkplatz, wo es nur Split und Asphalt gab. Also völlig ungeeignet um Zelte aufzustellen. Wir sind dann einen Seitenweg hoch, wo auch etwas Gras war. Dort haben wir dann das Zelt aufgestellt. War nahezu ideal. Zunächst waren wir dort alleine. Am nächsten Tag waren aber noch einige mehr dort. :-)

Die erste Nacht war sehr beschwerlich und nebenher hat auch gleich mal jemand an unser Zelt geschifft, aber was will man machen.

Zwischen "Campingplatz" und Festivalgelände gab es einen Shuttleservice, der auch wieder ziemlich überfüllt war, aufgrund der Massen der Leute. Wir sind also hin gelaufen. Waren 6-7 km und etwa 1,25 h bis hin. Das Festivalgelände selbst war dann eine echt prima Location und wir hatten einen schönen ersten Tag. Der Rückweg war allerdings auch wieder schlecht organisiert. Die Massen konnten nicht so schnell zurücktransportiert werden und sie wurden auch nicht wirklich geleitet. Entsprechend war eine riesige Menschentraube und einige Betrunkene kamen wohl auf die Idee zur Autobahn hochzuklettern, die da direkt langlief.

Es wurde dann Polizei heranbeordert und wir haben uns wieder zu Fuß auf den Weg gemacht. Wir waren auch nicht allein. Das war eine richtige Massenpilgerung.

Am nächsten Tag hat es dann bis zum Nachmittag ersteinmal ausgiebig geregnet. Das Festivalgelände war dann eine riesige Schlammgrube. Wir hatten uns mit Regenhosen und nur Sandalen bekleidet und sind durch den Schlamm gewatet. War das Beste was man machen konnte, da einfach zu reinigen.

Entschädigt wurden wir dann mit DJ Tiesto 8-) So gestaltet sich der Tag doch noch recht schön, gerade weil bei DJ Tiesto direkt wieder die Sonne heraus kam (Zufall? ;-))

Die Nacht auf Montag gestaltete sich weitgehend ruhig (mal von Musik abgesehen), da schon viele abgereist waren.

Die hygienischen Zustände auf dem Festivalgelände waren auch mehr als dürftig. Ist ja prinzipill verständlich und man muss sowieso etwas abgehärtet sein, aber was man da manchmal zu sehen bekam. Ich erspare euch jetzt mal weitere Details.

So war mein erstes Festival geprägt von Licht und viel Schatten. Trotzdem hat es Spaß gemacht und wir haben einfach das beste rausgeholt. Der Veranstalter hat sich dann übrigens groß und breit für alle entschuldigt was schief gelaufen ist (seaoflove.de).

Im Anhang gibt es noch ein paar Bilder, wie versprochen diesmal auch von DJTiesto! Dazu noch ein lohnendes Video vom Finale am Sonntag.

Grüße und bis bald
Marcus


SeaOfLove 2011


Hier gehts zum Video (Achtung: Video wird direkt downgeloaded! ~300MB)

Dienstag, 21. Juni 2011

Zurück in Deutschland

Guten Tag,

nun sind wir seid einigen Tagen zurück in Deutschland. Zeit eine kurze Bilanz zu ziehen.

Zunächst aber noch ein paar Worte zum letzten Tag. Da durften wir nach all dem Schnee, aber angenehmen Temperaturen auch noch mal miterleben, wie der Sommer in der Region aussehen kann. Es war nämlich ordentlich heiß. Las Vegas hatte eine Höchsttemperatur von 107°F. Dazu gab es auch ein bissel Wind und immer wenn dieser einem die Luft in das Gesicht wehte, könnte man die Backofentemperatur so richtig auf der Haut spüren. Äußerst unangenehm und nichts was man dauerhaft ertragen kann.

Las Vegas ist aber eh zur Hälfte klimatisiert, sodass es ausreichte in eine der Spiel- und Einkaufswelten einzutauchen. Ist schon alles irgendwie bissel krank dort. Gespielt haben wir nicht, aber ein bisschen die Atmosphäre aufgenommen. Reich und gut aussehen, dass ist sehr wichtig. Eine weitere wichtige Kundengruppe an den Klimperkisten waren Frauen und Männer im besten Rentenalter, die offensichtlich nichts besseres sich vorstellen können, als in den Kasinos ihren Verdienst und/oder ihre Rente zu verscherbeln. Entweder es gibt keine Erben, oder sie gönnen diesen nichts davon ;) So oder so ... ein "Rundgang" durch Las Vegas oder besser ein Ablaufen des Strip's lohnt in jedem Fall. Viel länger will man aber dort nicht sein.

Nun zur Bilanz: Die Reise nach New York und anschließend in den Südwesten der USA hat sich wirklich mehr als gelohnt. 3.5 Wochen waren wir unterwegs und wir haben so einiges sehen können. Insgesamt 3 Städte und 9 Nationalparks haben wir besucht. Mit dem Camper haben wir ganze 2859 Meilen (oder 4601 km) hinter uns gebracht und dabei 298 Gallonen (oder 1128 Liter) Bezin haben wir verbraucht. Nicht gerade umweltfreundlich, aber immerhin war das Benzin unverbleit ;-) Fast die Hälfte der Ausgaben vor Ort haben wir also in Bezin gesteckt. Grob ausgerechnet lag der Verbrauch bei 24.5 l/100km und damit waren wir noch am unteren Ende der Angaben (24-28 l/100km). Wäre die Automatik nicht gewesen, hätte ich sicher noch 22 l geschafft. ;)

Das Wetter war eigentlich durchgehend trocken, zieht man mal einen kurzen Schauer ab, der uns bei der Fahrt auf der einsamsten Straße der USA ereilte (Highway 50). Sonst trocken, hin und wieder mal Wolken, aber auch viiiel Sonne. Das spektakulärste Wettereignis war noch der Sandsturm und hier und da mal ein paar Staubteufel.

Hervorheben kann man eigentlich nicht viel, da alles etwas besonderes für sich hatte. Einer der Highlights war sicher auch der Besuch des Tiesto-Konzertes. Bei den Nationalparks stehen Bryce Canyon, Yosemite oder der Arche ganz vorne. Aber auch die anderen sind nicht weit weg. Wirklich sehr interessant und manchmal wie auf einem anderen Planeten.

Ein bissel nervig waren mancherorts die Touristengruppen, da war man froh, wenn man die etwas anstrengenderen Wege abseits der Hauptanfahrtspunkte gewandert ist. Manchmal sind wir gut 20km gelaufen und haben große Höhenunterschiede von teils 1000 m bewältigt.

Aber auch recht kostenintensiv war die Reise. Man mag es nicht glauben, aber Neuseeland war günstiger. Lag aber sicherlich auch an den Umweg über New York und dem größeren Camper. Gelohnt hat es sich wie gesagt auf jeden Fall. Mal schauen wo es dann nächstes Jahr hin geht. Entschieden ist das bisher noch nicht.

Damit vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Ich werde die Emailbenachrichtigungen wieder einstellen, es sei denn es wird ausdrücklich gewünscht, dann bitte eine Mail an mich. Ansonsten einfach immer mal auf den Blog schauen ... ich werde auch zukünftig informieren, was ich interessantes erlebt habe.

Zum Abschluss noch ein paar Bilder aus Las Vegas und eine grobe Karte der angefahrenen Ziele. Die eingezeichneten Strecken entsprechen nicht immer exakt den gefahrenen. Aber als Orientierung brauchbar.

Viele Grüße
Tina und Marcus


Las Vegas
Las Vegas

Rundreiseplan



Donnerstag, 16. Juni 2011

Zurück in Las Vegas

Hallöchen aus Las Vegas,

ja wir sind zurück in Las Vegas und ja, wir haben uns längere Zeit nicht mehr gemeldet. Das liegt einfach daran, dass wir keinen Internetzugang mehr hatten. Nun möchten wir aber die letzten Tage mal zusammen fassen.

Wir waren stehen geblieben beim Lake Tahoe. Ein schicker See mit netter Bergkulisse, aber nichts, was man nicht auch woanders zu sehen bekommen würde. Als kurzer Zwischenstopp war Lake Tahoe aber mehr als passend. Die Hundefreundlichkeit ist aber manchmal schon etwas übertrieben. Man hatte das Gefühl, da rennen mehr Hunde am Strand herum, als Menschen.

Am Nachmittag ging es dann weiter nach San Francisco. Wir hatten uns im Internet einen Campingplatz in der Nähe von Oakland, von dem man bequem per S-Bahn in die Stadt fahren konnte. Der „Campingplatz“ war aber schon eine Besonderheit auf unserer Reise. Er war mitten in einem Wohnviertel, mit dicht an dicht stehenden Wohnmobilen, wovon die meisten wohl dauerhaft dort wohnhaft waren (Briefkästen). Es war schon etwas seltsam, aber ganz okee und auch nicht teuer.

San Francisco haben wir uns dann am Folgetag angeschaut, also am Donnerstag (09.06.11). Geprägt von hochnebelartiger Bewölkung, war die Grundstimmung jetzt nicht die Beste. Und auch so, hatten wir uns ein bissel mehr von der Stadt versprochen. Klar gibt es da einige schöne Häuser, die Golden Gate Bridge und die steilen Straßen. Aber sonst ... nichts was den doch recht großen Umweg unbedingt notwendig gemacht hätte. Im Nachgang hätten wir lieber einen Tag mehr Nationalpark gemacht.

Nach einer zweiten Übernachtung ging es dann weiter zum Yosemite NP. Am Anreisetag haben wir eine kurze Runde durch das Tal gedreht und ein paar kürzere Wanderungen gemacht. Übernachtet haben wir dann auch außerhalb der Parks im angrenzenden National Forest, in einer Einbuchtung am Straßenrand. Ein bissel ängstlich waren wir schon, da es sich um eine Bärenregion handelte, aber letztlich ging es prima.

Am Samstag (11.06.11) haben wir uns dann auf den Weg gemacht eine größere Wanderung durch den Nationalpark abzulaufen Insgesamt etwa 20 km hatten wir am Ende auf dem Konto und über 900 Höhenmeter. Erst ging es nach oben vorbei an zwei eindrucksvollen Wasserfällen. Dann gab es einen schönen Panormaweg mit Auf- und Abstiegen. Es gab wirklich eindrucksvolle Blicke auf das enge Tal. Der Endpunkt war der Glacier Point, ehe ein steiler Abstieg (Four Mile Trail) wieder zurück in das Tal führte.

Im Tal angekommen mussten wir uns noch längere Zeit gedulden um es zu verlassen. Dort war echt alles zu spät. Automassen und kaum Bewegung ... das machte eine Abfahrt sinnlos. Wir haben also erstmal gekocht und sind dann gg 20Uhr los gefahren. Leider war es dann schon recht spät und dunkel, sodass die Suche nach einem Nachtquartier schwierig war. Schließlich haben wir uns irgendwo an den Straßenrand gestellt. Wie wir am nächsten Tag mitbekamen, war ein See gar nicht weit, wo irgendwie auch eine wilde Party gefeiert wurde (wie wir des nachts hören konnten).

Weiter ging es zum Kings Canyon NP, der mit dem Nachbarpark Sequoia NP eng verbunden war. Wir haben dort direkt in der Schlucht auf einem Campingplatz übernachtet. Wirklich sehr idyllisch und nicht so überlaufen wir der Yosemite. Da hat man sich richtig wohl gefühlt. Dazu eindrucksvolle Natur, Wasserfälle und Bären. Die Region war ein aktives Bärenquartier und auf einer Wanderung zu einer saftigen Wiese trafen wir dann auf eine Schwarzbärenfamilie. Tina wäre fast in die Familie rein gelaufen, weil sie diese nicht gesehen hatte, aber es ist zum Glück gerade nochmal gut gegangen. Mit anderen Leuten, die später auf uns gestoßen sind, sind wir schließlich vorsichtig dran vorbeimarschiert.

Am Montag (13.06.) ging es schließlich in den Nachbarpark, den Sequoia NP, wo wir mit die größten Bäume der Welt besichtigen konnten. Immerhin gab es dort den Baum mit dem größten Volumen und den Baum mit dem größten Umfang weltweit. Die Bäume sind wirklich sehr beeindruckend. Wir haben dort ein paar schöne kleine Wanderungen gemacht. Als letztes zu einem Wasserfall, wo wir auf ein Pärchen aus San Diego trafen. Die beiden haben uns bestätigt, was wir die ganze Zeit schon gedacht haben. Das nämlich der Schnee zu dieser Jahreszeit auf Rekordniveau war. Wir haben überall in den NP seit Great Basin Schnee gesehen. Meist schon unter 2000 m und teils richtig hoch. Für Mitte Juni ist das sehr ungewöhnlich. Grund ist der viele Schnee im Winter, aber vor allem der späte Wintereinbruch Ende Mai. Dadurch war auch noch viel gesperrt an Wandertouren und Fahrstrecken. Zum Beispiel der Lassen NP, den wir nicht besuchen konnten.

Nun sind wir also wieder in Las Vegas. Während ich den Text schreibe, sitzen wir im El Monte Autoausleihservice und warten auf den Fahrer zum Hotel. Abschicken werde ich den Text heute Nachmittag, wenn wir in einem Starbucks oder McDo sind, denn im Hotel kostet Internet doch tatsächlich Geld. Wir werden dann heute noch ein bissel durch LasVegas streifen und anschließend das Hotel genießen ... wobei es im Camper eigentlich auch recht bequem war.

Morgen geht es dann zurück nach Deutschland via Denver. Ich bin mal gespannt ... ich habe erfahren, dass Denver ein sehr von Turbulenzen geprägter Flugplatz ist.

Wir verabschieden uns und melden uns, wenn wir wieder in Deutschland sind. Anbei ein paar Bildchen

Viele Grüße
Tina und Marcus


Lake Tahoe
GreatBasin + Lake Tahoe

San Francisco
SanFrancisco

Yosemite NP
YosemiteNP

Kings Canyon NP
KingsCanyonNP

Sequoia NP
SequoiaNP