Montag, 27. August 2012

Wandertour in der Südpfalz ... Pyrenäen im Blick


Hallo zusammen,

nun ist es fast soweit. Die Pyrenäentour steht unmittelbar bevor. Am kommenden Sonntag (02.09) geht es los. Zunächst mit dem Zug über Paris bis nach Pau. Dort machen wir einen Zwischenstopp für ein paar Stunden, ehe es dann früh am Montagmorgen mit Regionalzug und Bus zum eigentlichen Startpunkt der Wanderung gehen wird. Den Bus von Bedous müssen wir dann an einer Straßengabelung verlassen (da muss ich nochmal mein Französisch aufpolieren ;-)).

Von dort geht es schließlich zu Fuß hinauf nach Lescun (~5km). Und dort beginnt dann die erste Etappe. Durch den Nationalpark werden wir dann etwa 8 Tage zu Fuß unterwegs sein. Alles was wir brauchen, inkl. Nahrung, werden wir am Mann haben. Das Ziel ist, jeden Tag eine Hütten zu erreichen, in deren Umfeld wir dann Zelten können. Das ist natürlich immer vom Wetter abhängig. Erste Prognosen deuten aber nahezu perfektes Wetter an. Zumindest für die ersten Tage … danach ist es noch zu weit weg.

Wenn alles klar geht sollten wir am Dienstag (11.08.) den Zielort Cauterets erreichen. Wir haben uns einen Tag Puffer eingerechnet (falls wir aus irgendeinem Grund länger brauchen). Diesen werden wir dann entweder in Cauterets oder knapp nördlich in Lourdes verbringen. Schließlich geht es mit dem Zug über Toulouse nach Marseille, wo wir eine Nacht verbringen werden. Am Donnerstag sollten wir schließlich wieder wohlbehalten in Hanau eintreffen.

Soweit die Pläne … was daraus geworden ist und welche Eindrücke wir mitgenommen haben … dazu dann zu gegebener Zeit mehr.

Vergangenes Wochenende (18/19.08) haben wir noch eine Probewanderung in der Südpfalz (nähe Landau) gemacht. Das gerade dieses Wochenende das heißeste des Jahres sein würde, war sicher nicht geplant. Um ein gewisses Gefühl zu bekommen, ließ es sich aber nicht vermeiden und so sind wir mit dem Auto nach Lindelbrunn gefahren.

Von dort ging es auf insgesamt etwa 25 km über die Burgruine Landeck, Madenburg und Slevogthof zu einem im Wald gelegenen Trekkingplatz. Es gibt insgesamt 7 solcher Trekkingplätze in der Südpfalz, wo man offiziell mit dem Zelt nächtigen darf. Unsere trug den Namen des nahegelegenen Ortes Leinsweiler.

Dort konnten wir dann das erste Mal ein Großteil der Reiseutensilien testen und haben Wasser aus einem nahegelegenen Bach entnommen. Aufgrund der Hitze war an Schlafsack nicht zu denken und auch so gestaltete sich das Schlafen weniger gut.

Rückzug ging es auf einer leicht geänderten Route wieder nach Lindelbrunn. Die zwei Tage Wanderung waren sicherlich sehr wichtig und haben uns gezeigt, was in den Pyrenäen auf uns zukommen wird (sicherlich noch mehr). Nach den zwei Tagen waren wir ziemlich erschöpft und hatten auch ganz schön Muskelkater.

Anbei gibt es noch ein paar Bilder … zum einen von der Strecke und zum anderen von der Landschaft. Mit Freude aber auch einer ordentlichen Portion Respekt sehen wir also nun dem kommenden Sonntag entgegen.

Bis zum nächsten Mal …
Viele Grüße
Marcus

Wanderstrecke:

Höhenprofil:

Fotos:
Wandertour Südpfalz Aug12

Freitag, 10. August 2012

Die Route der Industriekultur - Tour de Ruhr


Hallo miteinander,

endlich habe ich es geschafft unsere Fahrradtour im Ruhrgebiet aufzuarbeiten. Diese fand in der Woche über Himmelfahrt statt. Wir sind am Sonntag zuvor los gefahren und am darauf folgenden Samstag wieder zurück. Zunächst dazu ein Blick auf unsere Fahrtroute (nicht exakt, nur grob):

Tag 1 (Hagen)
Los ging es also am Sonntag, wo wir uns mit dem Zug auf dem Weg nach Hagen gemacht haben. Das sollte unser Startpunkt sein. Als Übernachtungsmöglichkeit hatten wir uns eine Jugendherberge ausgesucht. Diese war noch so richtig schön eingerichtet, wie früher (Doppelstockbetten, Toiletten auf dem Gang, etc.).

Da wir erst am Nachmittag angekommen sind, haben wir für diesen Tag noch keine Tour geplant, sondern sind einfach ein bissel in der erweiterten Umgebung herum gefahren. Die lustigste Sache war im Übrigen der Ort wo wir uns etwas gestärkt haben. Dazu haben wir nämlich direkt an der Ruhr an einem Biker-Imbiss halt gemacht. Das war schon irgendwie seltsam da zwischen den ganzen Bikern zu stehen ... mit unseren Fahrrädern :-)

Anschließend sind wir dann zu Hohensyburg zu Fuß aufgestiegen und hatten von dort einen prima Blick auf den Hengsteysee, der den Zusammenfluss zwischen Lenne und Ruhr markiert. Oben auf dem Berg befand sich auch das Kaiser Wilhelm Denkmal, das wirklich sehr beeindruckend aussah.

Damit war das Warmfahren abgeschlossen und wir haben noch gemütlich auf dem Nostalgie-Jugendherbergs-Zimmer zu Abend gegessen.

Bilder vom ersten Tag:
Fahradtour Tag1 (Hagen)


Tag 2 (Hagen nach Essen-Werden)
Der zweite Tag sollte uns den ganzen Tag an der Ruhr entlang führen. Das Ziel war eine Jugendherberge in Essen-Werden, die wir bereits am Vortrag reserviert hatten.

Den ersten kurzen Stopp haben wir in Wetter eingelegt. Allein schon des Namens wegen, war dies ein Pflichtziel :-) Es gab aber auch einige interessante Bauwerke zu besichtigen, wie die Villa von Unternehmer Carl Bönnhoff, das Rathaus oder auch das Fünf-Gibel-Eck.

Direkt danach ging es weiter entlang von schönen Ruhrauen in Richtung Witten. Dort sind wir im beliebten Naherholungsgebiet von Hohenstein gewesen. Dieser Stadtteil liegt im sogenannten Ardeygebirge. Dieser bewaldete Höhenzug reicht bis 274 m über NN. So mussten auch wir ersteinmal bergauf fahren. Dort hatten wir dann aber vom Bergerdenkmal einen perfekten Blick auf das Ruhrtal und Umgebung. Dieses Denkmal ist ein Aussichtsturm, der zu Ehren des Mitbegründers der Turngemeinder Witten 1848, errichtet wurde.

Nach der Abfahrt hinunter zur Ruhr, folgten wir weiter dem Fluss stromabwärts, südlich vorbei an Witten. Das dort gelegene Tal trägt den Namen Muttental. Dieses ist gekennzeichnet von großen Wiesen und grünen Landschaften. In früheren Jahren wurde die erste Steinkohle des Ruhrgebiets abgebaut (1510). In diesem Tal befindet sich auch die Zeche Nachtigall, die leider an diesem Tag geschlossen war, sodass wir nur einen Blick durch das Tor riskieren konnten. 1896 geschlossen, ist die Zeche heute ein Standort des Westfälischen Industriemuseums.

Nicht weit von der Zeche entfernt befand sich die Burgruine Hardenstein. Bevor wir die Ruhr dort mit einer Personenfähre überquert haben, gab es einen kurzen Abstecher zur Ruine. Um diese ranken sich viele Geschichten. Zur Zeit unseres Besuches war die kleine Burgruine schon ziemlich verfallen. Man war aber gerade dabei diese neu zu restaurieren.

Noch ein paar Worte zur Fähre Hardenstein. Diese ist nämlich die einzige Ruhrtalfähre überhaupt. Sie wurde 2006 eröffnet. Man kann die ehrenamtlich betriebene Fähre kostenlos benutzen, kann aber einen kleinen Beitrag in die Spardose geben, was wir natürlich auch getan haben.

Weiter ging es, nun auf der anderen Ruhrseite. Schon bald stiegen wir wieder vom Rad ab. Es gab einfach zu viel zu sehen. Haus Herbede war der nächste Halt. Ein sehr ansehnliches Rittergut, dass zum ältesten Gebäude von Witten gezählt wird (1200) und sich dem Anschein nach sehr gut für Hochzeiten eignet :-)

Anschließend gab es ein paar Irritationen bei der Weiterfahrt, sodass unsere Route rund um den Kemnader See etwas eigenwillig ausfiel. Dadurch kamen wir aber an der Wasserburg Haus Kemnade vorbei, die uns sehr gefallen hat. Sie ist eine der besterhaltenen Burgen im Ruhrtal und heute ein beliebtes Ausflugsziel.

Das nächste Ziel war die Stadt Hattingen, wo wir uns auch etwas Zeit nahmen um einen kleinen Rundgang zu machen. Die Stadt hat vor allem viele Fachwerkhäuser zu bieten gehabt. Auch spielte sie eine große Rolle in der damaligen Hochzeit des Bergbaus.

Im Anschluss wurde der erste, und wie sich später zeigen sollte, auch einzige Kontakt mit Bochum hergestellt. Genauer gesagt waren wir in Bochum Dahlhausen, wo wir uns mit etwas Proviant eingedeckt haben und uns den bekannten Bahnhof angeschaut haben.

Den Rest der Strecke haben wir dann kaum noch Pausen gemacht und so erreichten wir am frühen Abend schließlich Essen-Werden. Dort mussten wir ersteinmal wieder ordentlich in die Pedale treten den die Jugendherberge lag auf einer deutlichen Anhöhe. Zum Schluss wurde es so steil, dass wir sogar gezwungen waren, abzusteigen. Oben angekommen mussten wir feststellen, dass die Herberge mehr als gut gefüllt war. Schulklassen aus Deutschland, aber auch Frankreich verteilten sich auf dem Gelände. Das Zimmer hatte schon einen deutlich höheren Standard, als in Hagen. Es gab zwar noch die Doppelstockbetten, aber es gab bereits ein eigenes Bad im Zimmer.

Bilder vom zweiten Tag:
Fahrradtour Tag 2 (Hagen - Essen/Werden)


Tag 3 (Essen-Werden nach Duisburg)
Nach einer erholsamen Nacht, stand auch schon die letzte Tagestour an der Ruhr an. Diesmal sollte es nach Duisburg gehen. Zuvor machten wir aber einen längeren Aufenthalt in der Villa Hügel. Den Besuch, der sich bei meiner Abordnung nach Essen damals nicht ausging, hatten wir uns fest vorgenommen. Angesichts von kräftigen Schauern inkl. Graupel, war das wohl auch die beste Entscheidung.

Die Länge des Aufenthalt ließ sich aber auch leicht mit der tollen Ausstellung begründen. Nachdem wir die prunkvolle Villa besichtigt hatten, ging es in das benachbarte Gebäude, wo wir viel über die Geschichte und die verschiedenen Generationen der Familie Krupp gelernt haben. Wirklich hochinteressant. Arndt von Bohlen und Halbach verzichtete übrigens als letzter Nachkomme auf sein Erbe und die Villa. Damit endete auch die Ära der Familie Krupp. Die Villa ist heute im Besitz der Kulturstiftung Ruhr.

Dann ging es endlich mit dem Fahrrad los. Unterbrochen von einem neuerlichen Regenschauer steuerten wir Essen-Kettwig an, den Ort wo ich bei meiner Abordnung 2010 untergebracht war. Dort haben wir dann auch im „Ruhrpott" Mittag gegessen. Ein toller Imbiss mit klasse Hausmannskost, der mir von damals noch in Erinnerung geblieben ist.

Das nächste Ziel an diesem Tag war Mülheim an der Ruhr. Der Kenner weiß … dies ist Geburts- und Wohnort von Helge Schneider. :-) Auch sonst ist die Stadt wirklich nett anzusehen, wenngleich nicht außergewöhnlich. 167.000 Einwohner stark haben Aldi-Süd und die Tengelman-Holding mit Plus ihren Sitz in der Großstadt.

Daneben gab es auch zahlreiche eindrucksvolle Villen entlang der Ruhr und rund um den Wasserbahnhof Mülheim. So zum Beispiel die Villa von Josef Thyssen.

Aufgrund eines neuerlichen Schauers haben wir uns gemütlich in einem Café niedergelassen und gemeinsam mit der Rentnerschaft von Mülheim an der Ruhr Kuchen und Kaffee genossen. Aufgrund unserer Fahrradkluft passten wir da ganz und gar nicht in die Gemeinschaft. :-)

Wieder auf das Fahrrad geschwungen dauerte es bestimmt eine halbe Stunde, bis wir Mülheim verlassen haben … die Wegführung war so verstrickt, dass wir uns nach längerer Fahrtzeit plötzlich wieder in einem Stadtteil von Mülheim befunden haben.

Schließlich näherten wir uns aber unaufhaltsam dem nächsten Etappenziel Duisburg. Auf der Strecke kamen wir am Wassermuseum Aquarius vorbei. Der Turm wurde ursprünglich von August Thyssen gebaut und diente der Versorgung der Gemeinde Styrum. Heute befindet sich in dem Turm ein preisgekröntes Museum über das Element Wasser. Dieses wäre mit Sicherheit einen Besuch wert gewesen. Leider waren wir dafür aber zu spät dran.

Durch Duisburg mussten wir dann noch eine Weile fahren um die nächste Unterkunft zu finden. Dabei haben wir noch Abstecher zur Rheinorange gemacht (der Zusammenfluss von Ruhr und Rhein), sowie dem Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, dass wir leider aus Zeitgründen auch nicht besuchen konnten.

Die Jugendherberge war nocheinmal besser, als diejenige in Essen-Werden. Sie lag mitten im Industriepark Duisburg. Das Zimmer bot neben eigenem Bad und Doppelbett, auch einen Fernseher. Soviel Luxus hat schon kaum noch etwas mit einer JH zu tun und das machte sich dann natürlich auch im Preis bemerkbar gemacht. An diesem Abend war im übrigen auch das umstrittene Auf- bzw. Abstiegsspiel zwischen Hertha und Düsseldorf. Auf dem Gang hatten wir irgendwelche Grundschüler, die wohl aus Düsseldorf kamen und bei den Toren wie angestochen durch die Gegend gesprungen sind.

Danach war dann aber Ruhe und wir konnten problemlos einschlafen.

Bilder vom dritten Tag:
Fahrradtour Tag 3 (Essen/Werden - Duisburg)


Tag 4 (Duisburg nach Oberhausen)
An diesem Tag war unser Ziel Oberhausen. Bei eher wenig optimalen Wetter haben wir aber zunächst die erste Tageshälfte noch im Industriepark Duisburg oder wie es richtig heißt: Landschaftspark Duisburg-Nord. Dort umher zu laufen war mehr als beeindrucken. Man konnte sich die ganzen alten Industrieanlagen anschauen und auch den Hochofen besteigen. Insgesamt 200 Hektar groß ist das gesamte Gelände und wird unter anderem auch vom Deutschen Alpenverein genutzt. Man kann dort nämlich prima klettern, sowohl im Klettergarten, sowie in einen Höhenkletterparcour im Hochofen.

Es ist schon wirklich toll, was aus diesem Denkmal der Industrie gemacht wurde. Es hat wirklich viel Spaß gemacht dort umher zu laufen und gerne hätten wir auch noch längere Zeit dort verbracht. Wir können einen Besuch des Landschaftspark in jedem Fall mehr als empfehlen.

Schließlich mussten wir dann aber doch aufbrechen. Mit kräftigen Gegenwind sind wir zunächst entlang des Rheins nach Norden gefahren. Dabei ging es vorbei an verschiedenen Industrieanlagen wie beispielsweise dem Hochofenwerk Schwelgern, dass man besonders gut vom Alsumer Berg aus sehen konnte. Unser erstes Ziel sollte das kleine Städtchen Orsoy sein. Um dorthin zu gelangen mussten wir den Rhein mit einer Fähre überqueren.

Orsay ist bekannt durch seine mittelalterlichen Festungsmauern und die Rheinpromenade. Wirklich begeistern konnte uns dieser verschlafene Ort aber ganz und gar nicht. So blieb es auch bei einem Mittagsimbiss, ehe wir wieder auf die andere Rheinseite übersetzten.

Nun ging es weiter in Richtung Oberhausen entlang der Emscher. Entlang der Strecke gab es einige schöne Brücken zu bestaunen. Nach einem kurzem Abstecher vorbei am Gasometer und dem CentrO Park erreichten wir schließlich unser Etappenziel.

Der CentrO Park ist ein riesige Einkaufszentrum mit angereihten Freizeitzentrum in Oberhausen und soll damit das größte in Europa sein.. Ob man das nun gut findet … darüber kann man sicher geteilter Meinung sein, eindrücklich ist es aber in jedem Fall.

Das Industriemuseum Gasometer Offenbach konnten wir aufgrund des geringen Zeitbudgets leider nicht besuchen Es steht aber in jedem Fall auch auf der Liste der zu besuchenden Sehenswürdigkeiten bei der nächsten Reise ins Ruhrgebiet.

Übernachtet haben wir diesmal übrigens in einer Pension. Nix besonderes, aber trotz der verrauchten Kneipe unter dem Zimmer noch akzeptabel.

Bilder vom vierten Tag:
Fahrradtour Tag 4 (Duisburg - Oberhausen


Tag 5 (Oberhausen nach Herne)
Der fünfte Tourtag sollte uns entlang der Emscher in Richtung Herne führen. Wieder gab es einige schöne Brücken zu überqueren. Das erste Ziel des Tages war das sogenannte Tetraeder von Bottrop.

Das Tetraeder war eine wirklich außergewöhnliche Konstruktion auf einer ehemaligen Halde (Haldenereignis Emscherblick). Dieses Gebilde besteht aus 210 Tonnen Stahl und Rohren mit einer Länge von 1.5 km, die in Form eines Tetraeders angeordnet waren. Nicht jeder traute sich bis nach oben, da man auf den Zwischenplattformen direkt nach unten schauen konnte. In Kombination mit dem Wackeln aufgrund des Windes, war das schon etwas grenzwertig. :-) In jedem Fall hatte man einen tollen Blick in die umgebende Landschaft. Interessant war auch, dass drei Leute sich immer wieder von oben abseilten. Da muss man sich auch ersteinmal überwinden über die Absperrung zu klettern.

Weiter ging es über Welheim wieder zur Emscher. Die Gartenstadt Welheim ist eine alte Arbeiterkolonie in der Stadt Bottrop. Die wirklich einmaligen Wohngebäude werden heute ganz normal als Häuser vermietet.

Das nächste Ziel war der Nordsternpark in Gelsenkirchen. Am heutigen Himmelfahrtstag war dies natürlich ein großes Ausflugsziel. Direkt an der Emscher gelegen, war dieser Landschaftspark wirklich sehr schön und auch eindrücklich. So fand dort nach der Stilllegung und Restaurierung 1993 bald darauf die Bundesgartenschau (1997) statt. Neben viel Natur gliederten sich die alten Zechengebäude wunderbar in das Gesamtkunstwerk des Industrieerbes ein.

Aber damit war auch noch nicht Schluss für diesen Tag. Wir befuhren noch die Halde Hoheward. Erneut gab es einen bösen Anstieg mit dem Fahrrad (immerhin wieder 152 m). Soviel bergauffahren haben wir im Vorfeld der Tour überhaupt nicht erwartet ;-) Der Ausblick hat sich aber mehr als gelohnt.

Die Halde Hoheward ist wirklich ein wunderschöner Landschaftspark, der Schüttungen der Zeche Recklinghausen entstand. Neben dem grandiosen Ausblick gab es auch noch futuristische Stahlbauten und eine Sonnenuhr zu bewundern. Mir persönlich hat dieser Landschaftspark mit am Besten gefallen. Zu der Halde gab es nicht nur die Straße, sondern auch zahlreiche Fußgängerbrücken.

Vorbei an der Zeche Recklinghausen ging es schließlich zum Etappenziel Herne. Die Unterkunft dort war … sagen wir mal … interessant. In dem „Hotel" wohnten irgendwie nur Leute vermutlich osteuropäischer Abstammung. Überall wurde geraucht. Zum Schlafen hat es auf jeden Fall gereicht und etwas Frühstück gab es auch. Brötchen mit Wurst/Käse, wo man nicht wusste, wie lange der schon offen ist und Kaffee der so bitter war, dass er einem bald im Halse stecken geblieben ist. Ich habe mich sogar getraut ein Frühstücksei zu essen. :-D Die Leute waren aber soweit sehr nett und die Unterkunft war auch günstig. Wenn nicht alles so verraucht gewesen wäre, hätte es uns vielleicht sogar richtig gefallen.

Bilder vom fünften Tag:
Fahrradtour Tag 5 (Oberhausen - Herne)


Tag 6 (Herne nach Werne)
Am letzten richtigen Reisetag ging es nach Werne. Dafür haben wir uns fast den ganzen Tag entlang verschiedenster Kanäle unter anderem dem Rheine-Herne Kanal und Dortmund-Ems Kanal sowie dem Datteln-Hamm Kanal nach Osten bewegt. Als erstes Zwischenziel stand das Schiffshebewerk Heinrichenburg. Dort haben wir dann auch einen Rundgang durch das Museum gemacht.

Das alte Schiffshebewerk Henrichenburg, dass mittlerweile als Museum fungiert, wurde 1899 von Kaiser Wilhelm II eröffnet und war sehr wichtig für die Fahrbarkeit des Dortmund-Ems-Kanals. Es funktionierte über Auftrieb mit Hilfe von Schwimmern und hat die Schiffe um 14 m gehoben. Dadurch war es nun auch möglich bis in den Dortmunder Hafen zu fahren. Mittlerweile gibt es ein neues Hebewerk (Baujahr 1962).

Nach dem interessanten Rundgang ging es weiter durch den Schleusenpark Waltrop zur Halde Brockenenscheidt. Diese zu Waltrop gehörende Halde ist die kleinste Halde im Ruhrgebiet. Wie auf vielen der anderen Halden befand sich auf der Spitze eine Konstruktion, der Spurwerkturm. Dabei handelt es sich um ein Holzgitterbauwerk, dass die Form eines Pyramidenstumpfes hat. Natürlich hatten wir auch von dort wieder einen tollen Blick auf die Umgebung, wie auch die Zeche Waltrop. Dort befinden sich mittlerweile einige interessante Geschäfte, Restaurants und anderes. In jedem Fall konnte man dort auch einige Zeit herumlaufen. Das Gelände mit den vielen restaurierten Gebäuden war wirklich sehr ansehnlich.

Nach dem Zwischenhalt fuhren wir weiter entlang des Datteln-Hamm Kanals. Später sind wir dann in Richtung Cappenberg abgebogen und habe eine schöne Tour durch den Wald gemacht. Ziel war das Schloss Cappenberg. Dieses Schloss ist ein schöner Aussichtspunkt mit Ausblick auf das östliche Ruhrgebiet. Das Schloss in Zeiten des Mittelalters einen großen Stellenwert. Heute gibt es neben einem Aussichtsturm und Restaurant auch eine Stiftskirche. Die wir aber nicht besichtigt haben. Rund um die Kirche herum befindet sich ein barockes Klostergebäude. Ein nettes Gelände, aber ansonsten nichts besonderes … so unser Eindruck.

Nun ging es weiter nach Werne. Da wir dort etwas früher als geplant da waren, sind wir noch etwas in der Umgebung herum gefahren. Etwas Interessantes haben wir aber nicht mehr entdecken können.

Die abschließende Übernachtung war wirklich sehr angenehm, in einer Pension die sich direkt über dem Marktplatz von Werne befand.

Bilder vom sechsten Tag:
Fahrradtour Tag 6 (Herne - Werne)


Tag 7 (Werne nach Hagen)
Die Radtour kam nun zu ihrem Ende. Heute stand die Fahrt nach Hagen, unseren Startpunkt, an. Zuvor haben wir uns aber noch bei einem schönen Frühstück in der Pension gestärkt und den Blick auf den Markt genossen, wo gerade der Wochenmarkt stattfand.

Auf dem Rückweg fuhren wir über Bergkamen und Kamen, Unna und Schwerte. Die einzelnen Städte haben uns dann noch mehr oder weniger intensiv angeschaut. In Hagen angekommen, ging es dann mit den Zügen zurück nach Hanau.

Bilder vom siebten Tag:
Fahrradtour Tag 7 (Werne - Hagen)


Bilanz:
Das war also unsere kleine Fahrradtour und es hat uns wirklich viel Freude bereitet. Allen die es ebenfalls spannend finden mal ein paar alte Industrieanlagen und -denkmäler zu besichtigen, kann man so eine Tour durchaus weiter empfehlen. Insgesamt haben wir 434 km zurück gelegt.

Mittlerweile haben wir uns mit allerlei Outdoor-Zeug eingedeckt (Zelt, Isomatten, Schlafsäcke, Rucksack und Trekkingstöcke sowie Navi und ein paar Sachen). Der Grund ist die bevorstehende Pyrenäentour Anfang September. Zuvor gibt es noch eine Probewanderung in der Pfalz. Darüber unddie Pyrenäentour beim nächsten Mal mehr.

Grüße
Marcus

Freitag, 27. Juli 2012

Fusion 2012


Hallo zusammen,

In meinem Blog habe ich den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht und über Tiesto@BredaLive berichtet. Bereits zuvor waren wir auf dem Fusion Festival, worüber ich dieses Mal berichten möchte.

Nachdem wir im vergangenen Jahr beim SeaOfLove Festival in Freiburg waren, war in diesmal eine Fahrt in den Norden geplant. Genauer gesagt ging es zur Südspitze der Müritz. Schon die Anreise war in Bezug auf die Namensgebung der durchfahrenen Orte doch sehr interessant. Zwei davon waren Troja (Ortsschilder gab es dort schon nicht mehr ;-) ) und Berlinchen. :-)

Kurz vor Lärz war es dann soweit... das Ende des Festivalanfahrtsstaus war erreicht. Das langsame Vorankommen, ließ sich überaus gut nutzen, um das Auto auch mal per Hand zu bewegen. Das geht besser als man denkt ... sogar allein kam ich damit vorwärts. Nur bergauf war es dann vorbei und bergab, musste ein überzeugter Sprung ins Auto herhalten um noch rechtzeitig die Bremse zu drücken.

Nachdem wir Lärz schließlich mit Auto aber zu Fuß durchquert hatten, kam kurze Zeit später ein riesiger Fluggelände zum Vorschein, wo das Festival schließlich auch stattfand.
Ohne groß drumherum zu reden, kann man sagen, dass sich das Festival wirklich mehr als gelohnt hat. Was es da alles zu sehen gab ... eine abwechslungsreiche und gewaltige Beleuchtung nachts ... und auch so, trotz der Großräumigkeit, ließ sich überall die Liebe zum Detail erkennen.
Die Vielfältigkeit der Möglichkeiten machte es mehr als schwierig, sich für etwas zu entscheiden. Ein Rundgang mit überall mal kurz reinhören, dauerte schon mehr als eine Stunde. Es gab über 10 Bühnen, zudem Kino, Theater und Kabarett. Und damit sind nur die Hauptattraktionen genannt ... daneben gab es noch viele kleine andere Dinge. Feuerspiele, Starkstromartisten, OpenAirTheater, etc... Einige dieser Attraktionen waren in Hangars untergebracht, die als Bühnen und so weiter umgebaut waren.

Daneben gab es noch die Möglichkeit zu arbeiten und sich einen Teil des Eintrittspreises zu verdienen. Das haben wir natürlich auch mal ausprobiert. Dabei hatten wir das große Glück in der Küche im Backstagebereich zu zu arbeiten. Die 6h-Schicht brachte Schnippeln, Abwaschen und zum Abend Essen verteilen. Das war zwar recht anstrengend, aber dafür sehr spannend und am Schluss hatten wir dann sogar ein Abendessen und ein sauberes Klo :-)

Wettertechnisch können wir uns eigentlich auch nicht beschweren. Es wurde jeden Tag wärmer und abgesehen von 2 Gewittern blieben wir weitgehend vom Regen verschont. Die Gewitter hatten es aber auch in sich. Das erste am Freitagabend war überaus fotogen (Shelf, Böenwalze, etc), das zweite kam etwa 4 Uhr in der Nacht auf Sonntag (man erinnert sich vielleicht noch an diesen Schwergewittertag).
Bei letzterem hatten wir überaus Glück. Es fing eigentlich alles recht leicht an mit ein bissel Regen und Blitzen. Wir sind gerade in das Zelt gegangen, als es dann heftig los ging. Starkregen und kräftiger Wind haben das Zelt ganz schön ins Wackeln gebracht. Ich würde auf Sturmböen tippen, eine Station in der Nähe brachte aber immerhin eine ober Bft 8. Ich denke viel mehr hätte es nicht sein dürfen, dann wäre es auch für unser Zelt schwierig geworden ;-)
Letztlich aber alles gut überstanden ...

Am Montag ging es dann zufrieden und erschöpft wieder zurück nach Hanau..

Als nächstes steht das legendäre G-Town-Trance in Göbschelwitz bei Leipzig auf dem Programm. ;-) Die Kenner wissen Bescheid :-)

Im Anhang gibt es noch ein paar Bilder ... bis zum nächsten Mal
Marcus

Bilder:

July 26, 2012
Hier nochmal zu Erinnerung die traumhafte Shelf ...

Montag, 16. Juli 2012

Tiesto @ Breda Live


Willkommen zu später Stunde,

heute am frühen Abend sind Tina und ich aus Breda zurückgekehrt. Breda ... wo liegt das denn? Das habe ich mich zunächst auch gefragt und nur den versierten Fußballkennern ist diese Stadt ein Begriff. Breda liegt in den Niederlanden und spielt übrigens in der ersten niederländischen Liga.

Aber weder Fußball, noch Sightseeing haben uns in die Stadt getrieben ... Die Stadt ist nämlich auch der Geburtsort des Welt-DJ's Nummer 1 ... DJ TIESTO! Nachdem wir ihn im vergangenen Jahr zweimal gesehen haben (Las Vegas und SeaOfLove in Freiburg), sollte es in diesem Jahr wenigstens einmal klappen. Da die Chancen rar gewesen sind, haben wir uns also ein lokales Tagesfestival vorgeknöpft: Breda LIVE.

Die auftretenden Künstler waren: Lefties Soul Connection (ziemlich gut!), Ilse DeLange, Kane sowie DJ Hardwell und DJ Tiesto.

Die Veranstaltung war wohl wirklich eigentlich nur für Holländer gedacht, zumindest war alles nur auf Holländisch geschrieben und auch die Homepage hatte keinen Englisch-Button. Letztlich haben wir auch niemanden getroffen, der Englisch, Deutsch oder Sonstiges sprach. War auf jeden Fall eine lustige Erfahrung.

Richtig toll wurde es, als schließlich DJ Hardwell kam und später natürlich DJ Tiesto (beide sind gut Freunde). Da war die Sprache dann egal, sondern alles nur noch eine riesige Party. Es war ein tolles Set von beiden und die Reise hat sich in jedem Falle gelohnt. Zusammen haben beide immerhin 3h aufgelegt (1h bzw. 2h).

Mit fotografieren war es recht schwierig, da ich nur eine einfache Kamera dabei hatte und ich natürlich auch nicht zum fotografieren angereist war. Dennoch sind mir ein paar Bilder gelungen, die ich zu einer kleinen Collage zusammen gebaut habe.



Soweit zu unserem Wochenendekurztripp...

Bis bald
Grüße
Marcus

Sonntag, 8. Juli 2012

Ausflug an die Mosel


Guten Tag,

in diesem Beitrag möchte ich nur kurz ein paar Bilder zeigen, die ich in und um Traben-Trarbach aufgenommen habe. Dort habe ich nämlich am 09./10.06 einen Freund besucht. Schon die Zugfahrt dort hin hat sich wirklich sehr gelohnt. Zunächst entlang des Rheins bis nach Koblenz und dort schließlich die Mosel entlang über Bullay bis nach Traben-Trarbach. Entlang der Strecke gingen die Hügel und Berge oftmals steil hinauf. Neben alten Burgen waren insbesondere riesige Weinanbau-Flächen zu sehen. Eine wirklich traumhafte Landschaft.

In Traben-Trarbach wurde ich schließlich herumgeführt und natürlich haben wir auch in einer Straußwirtschaft (die Bezeichnung war mir vorher gar nicht geläufig) ein schönes Glas Wein getrunken.

Alles in allem ein sehr gelungener Ausflug und im Anhang findet ihr auch ein paar Bilderchen dazu.

Viele Grüße
Marcus

Traben-Trarbach

Montag, 25. Juni 2012

European Weather Testbed in Wiener Neustadt


Hallo zusammen,

schon länger habe ich mich nicht mehr gemeldet. Das liegt einfach daran, dass ich eins nach dem anderen gefolgt ist und keine Zeit war, die Dinge aufzuarbeiten. Da ich heute (23.06.) 12h im Zug sitze, habe ich mich überlegt, einfach mal ein paar Beiträge zu schreiben und diese dann nach und nach in der nächsten Zeit in meinen Blog zu stellen.

Die erste Frage ist sicherlich, weshalb ich bitte schön 12h im Zug sitze und das ist eigentlich die beste Überleitung zu meinem ersten Beitrag. Ich befinde mich gerade auf der Rückfahrt von Wiener Neustadt nach Hanau, wo ich dann kurze Zeit später weiter nach Leipzig fahren werde.

Die zweite Frage ist, was habe ich in Wiener Neustadt gemacht? Nun ... dort fand in diesem Jahr eine Premiere statt. Das erste sogenannte European Weather Testbed. Bei diesem Projekt werden 5 Wochen lang Vorhersageprodukte von Wetterdiensten und anderen Organisationen getestet. Dafür kommen in jeder Woche Teilnehmer aus den verschiedensten Ländern zusammen (insgesamt 21) und machen unter Nutzung der zur Verfügung gestellten Produkte Vorhersagen über gefährliche Wetterereignisse in den Folgetagen. Die Vorhersagen werden nach Ablauf der vorhergesagten Tage bewertet und diskutiert. Außerdem wird über die Brauchbarkeit der verwendeten Produkte gesprochen. Neben dem Testen von Produkten gibt es auch einen großen Lerneffekt, da man sich natürlich trainiert gute Prognosen abzugeben und es auch jeden Tag einen Vortrag von einem Experten über einen gewissen Schwerpunkt gibt.
Letzteres findet im Rahmen eines OnlineBriefings statt, bei dem auch externe Teilnehmer mit einbezogen werden und über die aktuellen Vorhersagen und Auswertungen informiert werden.

Das ist eine kurze Zusammenfassung der Aktivitäten beim Testbed. Es geht also zum einen um den Trainingseffekt und zum anderen um die Zusammenarbeit von Entwicklern und Vorhersagern auf europäischer Ebene. Ich muss sagen, dass mir die Woche sehr viel Spaß gemacht hat und ich viele interessante Dinge gelernt habe. Es macht einfach immer wieder Freude, wenn man mit Vorhersagern/Entwicklern aus anderen Ländern zusammen arbeitet.
An zwei Abenden haben wir dann mit ein paar Teilnehmern auch noch eine schöne Chasingtour zum Tagesabschluss gemacht. Da wir meist sehr spät dran waren, waren die Fahrten nicht mehr ganz so erfolgreich. Aber in Anbetracht der Zeit hatten wir doch noch so einiges zu sehen bekommen. Insbesondere die Dauerblitzshows (mit mehreren Blitzen in der Sekunde) waren sehr beeindruckend.

Das Wochenende zuvor (16./17.06) habe ich zusammen mit Tina genutzt, um das erste Mal Wien kennen zu lernen. Dafür sind wir in aller Früh am Freitag von Hanau aufgebrochen und sie ist am Montag wieder zurück gefahren, während ich mich auf den Weg nach Wiener Neustadt begeben habe.
An den Tagen sind wir viel herum gelaufen und haben die wunderschöne Stadt Wien erkundet. Es gibt soviel zu sehen, dass wir natürlich lange nicht alles sehen konnten. Auf jeden Fall war das eine schöne Sache.

Soviel ersteinmal dazu. In einem späteren Bericht, werde ich dann über unsere Fahrradtour im Ruhrgebiet berichten.

Nachfolgend habe ich noch ein paar Bilder angehängt. Zum einen natürlich von Wien und zum anderen von der Chasingtour.

Viel Spaß damit und bis bald
Marcus

Wien:
Wien 120616
ESSL Testbed Chasing
ESSL Testbed Chasing(s)

Dienstag, 8. Mai 2012

Der letzte Schritt des Umzuges ...


Hallo und guten Tag,

zu unserem Glück in der neuen Wohnung hatten uns nur noch zwei Möbelstücke für das Schlafzimmer gefehlt. Leider sind die Lieferzeiten von Möbelhäusern meist ewig lang, sodass es noch eine ganze Zeit gedauert hatte, bis die Möbel endlich kamen.

Ohne knausrig wirken zu wollen, empfanden wir den Preis zum Aufbau der Möbel doch etwas hoch, weswegen wir uns kurzerhand entschlossen haben, nur Geld für die Lieferung zu bezahlen und den Aufbau selbst vorzunehmen. Das dies nicht ganz einfach werden würde, war uns klar. Auch die auf der Anleitung aufgeschriebene Aufbaudauer wäre wohl selbst von Profis nur schwer einzuhalten gewesen.

Als erstes war die Kommode an der Reihe. Dafür haben wir ein paar Stunden an einem Freitagabend aufbringen müssen.
Als nächstes hatten wir uns extra den darauf folgenden Samstag freigehalten um den großen Kleiderschrank aufzubauen. Das war auch gut so, denn trotz ausgeschriebenen 90 bis 120 min ging ein halber Tag dafür drauf. Allein die Rückwand hat wohl die anberaumte Zeit verschlungen, da man dafür einzelne Paneele dran nageln musste. Das Ganze in richtigem Abstand...nicht verrutscht...etc.
Letztenendes sind wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Klar hätte man das eine oder andere noch ein wenig besser machen können. Aber ich denke im Großen und Ganzen hat es sich schon gelohnt die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Einziges Problem: So schnell können wir wohl hier nicht ausziehen, denn der Schrank passt so aufgebaut durch keine Tür durch (mal ganz davon abgesehen, dass er megaschwer ist, knapp 100kg). Man müsste ihn also wieder teilweise zerlegen ... beim Gedanken an die vernagelte Rückwand, dürfte das aber nicht so einfach werden ...

Aber das soll jetzt ersteinmal nicht unser Problem sein ... wir freuen uns, dass die Wohnung nun endlich fertig ist. Auch auf dem Balkon hat sich schon einiges getan ... dort haben wir einige Beete angelegt. Dazu aber etwas mehr, wenn die Ergebnisse zu sehen sind.

Bis dahin ...

Viele Grüße
Marcus