Donnerstag, 13. Oktober 2011

Mallorca - Lernen und Genießen im Namen des Dienstes

Hola,

zurück aus Palma de Mallorca möchte ich kurz einen Reisebericht mit ersten Eindrücken zum Besten geben. Auch wenn ich häufig beäugt wurde ... es war in der Tat eine Dienstreise und ich habe diese auch als solche durchgeführt.Trotzdem war natürlich am Ende eines anstrengenden Tages der Genussfaktor mit dabei. Aber der Reihe nach.

Los ging es am Sonntag, den 02.10.2011. Der zeitlich von mir etwas knapp kalkulierte Weg zur S-Bahn - ich hatte vergessen, dass ich ja noch ein Ticket brauche - hat mich gleich mal ordentlich ins Schwitzen gebracht. Letztlich hat aber alles in time gepasst und so konnte ich wohlbehalten meinen Flug antreten. Neben mir, sind auch noch zwei Kollegen aus anderen Abteilungen genau mit demselben Flieger geflogen. Die eine Kollegin hatte Ihren Sitzplatz direkt am Flughafen zugewiesen bekommen, während ich mir meinen bereits via Internet am Vortag gesichert hatte. Man mag es kaum glauben, aber wir hatten doch tatsächlich die Plätze 30F und 30E. Ich glaube mehr Zufall geht nicht ;-) Das aber nur als kleine Randnotiz.

Ich bekam bereits am Flughafen einen Anruf von meinem Kollegen, der von Leipzig aus geflogen war, dass unser Poster nicht mit angekommen ist. Nach allem was bereits im Vorfeld schief gegangen war, schien dies dann endgültig der krönende Abschluss zu sein. In Palma angekommen habe ich dann selbst nochmal nachgefragt (wir hatten eine Suchnummer). Der Typ von Air Berlin konnte zwar Deutsch, war aber dafür äußerst unfreundlich. Letztlich war das Poster noch nicht da und so blieb nur zu hoffen, dass man es rasch nachliefert. Tatsächlich ... welch Wunder ... hat dies sogar geklappt. Als wir am späten Abend vom Abendessen zurück zum Hotel kamen, wurde dieses angeliefert. Wir hatten also nochmal Glück gehabt.

Am nächsten Tag ging dann schließlich die 6th European Conference on severe storms los. Die Location (Museo Es Baluard) war wirklich schick, wenngleich die Enge nicht ganz so toll war. Insbesondere die Fläche für die Poster war schon ungemütlich eng und die Postersessions wurden aufgesplittet, sodass man schon zur Mitte der Woche sein Poster abhängen musste. Da aber immer ein paar Aufsteller leer geblieben sind, konnten wir es dann doch nochmal untermogeln ;-)

Die Vorträge waren zum Teil ähnlich zu denen vor 2 Jahren in Landshut, zum Teil konnte man aber auch noch nicht bekannte Dinge kennen lernen. Insgesamt eigentlich eine gute Mischung aus Redundanz und Neuigkeit. Besonders toll fand ich auch die soziale Komponente. So konnte ich neue Leute kennen lernen und mit alten Weggefährten sprechen. Der Austausch hat wirklich gut geklappt. Umrahmt wurde dies natürlich auch durch die klasse Locations, die für Kaffeepause, Icebreaker (Castell de Bellver) und Conference Dinner (im Restaurante Bahía Mediterráneo) zur Verfügung gestellt wurden. Das war schon wirklich erste Klasse.

Die Abende haben wir abgesehen vom Icebreaker und Dinner in jeweils unterschiedlichen Gruppen in der Stadt mit einem Abendessen und netten Gesprächen verbracht. Zum Dinner hatte ich übrigens das Glück direkt neben Howard Bluestein sitzen zu können ... ich habe ihn dann natürlich darauf aufmerksam gemacht, dass seine Bücher in der Bibliothek in Leipzig derart begehrt waren, dass man sie quasi nie bekommen hat ... schleim, schleim ... ;-) Auf jeden Fall bringt er wohl nächstes Jahr ein neues Buch heraus. Ein sehr netter Mensch der Howie :-)

Am Freitag ging die Konferenz zu Ende. Ein sehr bewegender Aspekt war im übrigen auch die Vergabe des Nikolai Dotzek Awards. Eine Auszeichnung, die nach dem Tod von Nikolai Dotzek vor 1.5 Jahren ins Leben gerufen wurde. Auf dem Gebiet "Severe Weather" war er in Europa der Vorreiter schlecht hin und war international anerkannt. Der Award wurde an Paul Markowski verliehen, wobei die Preisübergabe von Nikolais Frau und seinen beiden Söhnen gemacht wurde ... ich denke ich brauche dazu dann nichts weiter zu sagen.

Am Samstag gab es dann noch einen Fortbildungskurs von und mit Chuck Doswell, der mir gezeigt hat, wie weit man bei dem heutigen Stand der Technik und Automatisierung schon weg ist von der Basis der Handanalyse. Schon ein wenig erschreckend. Man muss sich einfach erziehen auch weiter die Basis nicht aus den Augen zu verlieren, sowie weiterhin den Bezug zur Dynamik und grundlegenden Entwicklung von mesoskaligen Phänomenen zu haben. Je weiter man sich davon entfernt und je weiter man sich von den Vorgaben der Maschinen leiten lässt, desto mehr verliert man die Kontrolle über die Vorhersage und das Warnwesen. Okee .... ich schweife ab ... ;-)

Am Sonntag (09.10.2011) ging es schließlich zurück. Der Flug war wirklich prima und sehr fotogen. Damit schließe ich den heutigen Beitrag mit dem gewohnten Link zur Bilderschau. Es wie immer nur eine kleine Auswahl von etwa 250 Bildern :-)

Bis bald
Marcus PS: Die nächste ECSS findet übrigens im Juni 2013 in Helsinki statt.
ECSS Mallorca 2011

Mittwoch, 28. September 2011

IAA vs. BUGA

Hallo zusammen,

es ist an der Zeit mal wieder einen kleinen Statusbericht abzugeben.

In der vergangenen Woche hatte ich deutschen Besuch aus Spanien und neben anderen Unternehmungen haben wir zum Beispiel die IAA in Frankfurt besucht. Es war das erste mal, dass ich überhaupt auf der Frankfurter Messe gewesen bin. Auch eine Automesse hatte ich schon länger nicht mehr besucht (zuletzt in Leipzig). So war es eine gute Gelegenheit beides zu verbinden.

Wir waren zwar unter der Woche da, dass führte aber nicht etwa dazu, dass wir genug Platz hatten, um uns alle Autos gemütlich anzuschauen. Ganz im Gegenteil, die Hallen waren zum Teil extrem gut gefüllt. Da musst man sich schon so manchmal durch die Massen zwängen und es war auch nicht einfach die passenden Fotos von den schönsten Modellen zu machen. Ich möchte echt nicht wissen, wie es dann an einem Wochenendtag dort aussah :-)

Letztlich war es eine interessante Sache die neuesten Modelle zu sehen und ein wenig zu schauen, was es heut zu Tage schon für Möglichkeiten gibt. So zum Beispiel, wie der Benzinverbrauch bei den einzelnen Modellen ausschaut und was es für Elektroautos bereits gibt.

Im folgenden kann man unter dem Link eine kleine Auswahl der gemachten Fotos sehen.

IAA Frankfurt 2011


Am Freitag (23.11.) ging es mit Tina zur BUGA nach Koblenz. Wir wollten da auf jeden Fall mal hin, und fast hätte es gar nicht mehr geklappt. Aber zum Glück gab es diesen Freitag. :-) Allen Lästerattacken zum Trotz ... dass es doch eine Rentnerveranstaltung sei und man doch noch viel zu jung dafür ... machten wir uns am Vormittag des besagten Tages auf den Weg. Dafür sollte der Nahverkehr herhalten, mit dem wir schön gemütlich entlang der linksrheinischen Strecke Richtung Koblenz fuhren. Die Fahrt entlang des Rheins war wirklich klasse und wirklich sehr ansehnlich. Es war der gleich Zug, mit dem ich ein paar Wochen vorher auch zum Startort der Fahrradtour gefahren bin. So kamen wir schließlich auch an Boppart vorbei :-)

In Koblenz angekommen haben wir uns auf den Weg gemacht das Gelände zu erkunden. Koblenz selbst ist landschaftlich gesehen schon allein einen Besuch wert. Die Blumenpracht war dazu wirklich beeindruckend. Wir hätten nicht gedacht, dass die meisten Pflanzen zu der fortgeschrittenen Jahreszeit noch so gut in Schuss sind. Auf jeden Fall haben wir den Rundgang sehr genossen, insbesondere auch die Fahrt mit der Seilbahn zur Burg Ehrenbreitstein. Auch wenn es etwas makaber scheint ... die Ausstellung der Grabgestaltung war ebenfalls toll. Viele interessante Gestaltungsmöglichkeiten wurde da gezeigt. Der Besuch hat sich vollauf gelohnt und so sind wir in den Abendstunden zurück Richtung Offenbach gefahren, diesmal auf der rechtsrheinischen Strecke.

Ein paar Bilder findet man im Folgenden.

BuGa Koblenz 2011


Nun steht schon das nächste Highlight kurz bevor. Und zwar geht es am kommenden Sonntag (02.10.11) auf nach Malle. Nicht etwa um Urlaub zu machen, sondern rein dienstlich :-) Dort findet in Palma nämlich die ECSS (European Conference on Severe Storms) statt. Das ist eine Veranstaltung über konvektive Wetterereignisse (Gewitterstürme) und findet alle 2 Jahre statt. Kurz gesagt geht es darum, was es für Neuigkeiten bei der Vorhersage und aus der Forschung gibt. Bereits bei der vergangenen Veranstaltung in Landshut bin ich dabei gewesen. Diesmal habe ich zusammen mit einem Kollegen ein Poster gemacht. Alles zu der Veranstaltung ... wie es war, welche Erlebnisse es gab ... folgt dann im nächsten Bericht.

Bis dahin wünsche ich allen ein paar schöne Tage
Grüße
Marcus PS: Zum Abschluss nochmal zwei Panoramas:

Freitag, 9. September 2011

Radtour von Emmelshausen nach Kirn (Hunsrück)

Hallo und Guten Abend,

in dieser Woche war es soweit … die VBZ-Radtour stand auf dem Plan (06.09.2011). Wer mit dem Wort VBZ nichts anfangen kann, dem sei gesagt, dass dies die Vorhersage- und Beratungszentrale in Offenbach ist --- also dort wo ich arbeite. Kurzum: Es war ein Betriebausflug. Dafür hatten wir uns eine Radtour im Hunsrück überlegt. Ich möchte nur kurz ein paar Worte darüber verlieren, wie diese ablief.

Los ging es bereits in aller Frühe. So etwa gegen 05:00 Uhr klingelte mein Wecker und ich habe mich dann mit dem Fahrrad von Offenbach auf den Weg nach Frankfurt gemacht. Der RE fuhr dort 07:06 Uhr ab. Die Strecke war wirklich sehr schön und führte ab Mainz direkt am Rhein entlang. Der Zielbahnhof war Boppard, wo wir einen längeren Aufenthalt hatten und uns die Zeit mit einem zweiten Frühstück vertrieben haben.

Anschließend ging es weiter mit der Hunsrückbahn von Boppard nach Emmelshausen. Das ist die steilste nur über die Haftung der Räder funktionierende Bahnstrecke. Es werden dabei immerhin innerhalb von sechs Kilometern 336 Höhenmeter erstiegen. Das Ergebnis waren interessante Ausblicke in den Hunsrück … der wirklich so grün und bewaldet ist, dass man manchmal der Meinung war, dass unter einem der Urwald liegt.

In Emmelshausen angekommen startete schließlich unsere Radtour. Die abgefahrene Strecke ist ganz grob in dem folgenden Bild aufgezeigt, wobei jeder kleine Abzweig nicht stimmen muss, aber so in etwas ist die Fahrt abgelaufen.


Ein großes Problem war der Gegenwind. Da wir teils nach Süden, teils nach Südwesten fuhren, war wir häufig dem starken Südwestwind ausgesetzt, was uns vor allem zum Ende hin ziemlich zugesetzt hat.

Der erste Teilabschnitt ging da noch recht gut vorwärts, denn größere Steigungen waren zunächst nicht zu bewältigen. Wir fuhren auf dem Schinderhannes-Radweg von Emmelshausen bis nach Simmern, wo wir schließlich im Hotel Bergschlössen zu Mittag gegessen haben.

Dann ging es aber so richtig los, denn nun gab es neben den weiter zunehmenden Wind auch die ersten Steigungen zu bewältigen. Die waren sicherlich nicht endlos lang oder schwer zu fahren, in Kombination mit dem angesprochenen zweiten Hindernis zehrten diese aber zunehmend an den Kräften.

Zunächst sind wir die Verbindungstrecke zwischen Simmern und Kirchberg gefahren (12 km) um von dort an auf dem Lützeloon-Radweg bis nach Kirn zu gelangen. Die Strecke wurde von unserem „Reiseleiter“ als „leicht kuppig“ beschrieben. Das kann man in der Tat doppelt unterstreichen. Wahrscheinlich war es aber tatsächlich der Wind, der aus „leicht kuppig“ ganz schnell „sehr kuppig“ machte.

Als Belohnung gab es dann noch ein schönes Kaffeetrinken oder wahlweise Eisessen in Kirn, ehe es mit dem Zug zurück nach Frankfurt ging. Von dort dann noch mal die 10 km bis nach Offenbach und aus war die Tour.

So ein bissel froh war ich dann schon, da es für mich, der lange keine größeren Fahrradtouren mehr gemacht hat, doch schon etwas anstrengend war. Alles in allem aber ein sehr schöner Ausflug mit eingebauten Quäleinheiten. Es wäre sicher schön, auch im nächsten Jahr solch einen Ausflug zu organisieren.

Anbei noch ein paar Bilder: Die meisten stammen von mir selbst. Ich habe jetzt auch darauf bis auf ein Gruppenbild darauf verzichtet die Personenbilder mit rein zu nehmen.

Viele Grüße Marcus
VBZ Radtour Hunsrück 2011

Samstag, 3. September 2011

Die Fliege, die Fliege, die Fliege ist tot

Werte Trauergemeinde,

heute ist ein trauriger Tag ... ich habe den großen Brummer tot auf meinem Schreibtisch gefunden. Diese fette Fliege ist mir in den letzten Tagen beinahe ans Herz gewachsen. Über Tage hinweg brummte sie durch das Arbeitszimmer und ist mir sogar treu geblieben, als ich mal 4 Tage nicht im Haus war. Nun allerdings ist das Leben der gemeinen Schmeißfliege vorüber. Dieses dauert ja meist nur wenige Tage bis Wochen.

Klar war sie nervig und ich habe ihr insgeheim schon länger den Tod gewünscht, aber letztlich ist es doch auch nur eine einfach Fliege gewesen. Daher möchte ich ihr mit diesem Porträt meine letzte Ehre erweisen. Morgen wird sie dann im Biomüll beerdigt.

Allen einen schönen Abend ... trotz der traurigen Kunde ...

Grüße
Marcus


Mittwoch, 10. August 2011

G-Town Trance und USA-Panoramas

Hallo zusammen,

ich möchte mich mal wieder kurz melden. Derzeit verweile ich in Leipzig und habe dort am vergangenen Samstag (06.08) die (fast) schon traditionelle G-Town Trance Party mitgenommen. Bei gepflegter Elektromugge, Lagerfeuer und ein paar Lichterketten konnte man das Tanzen mit dem Chillen abwechseln und nette Gespräche führen. Alles in allem eine ziemlich gelungene Sache, da auch die angekündigte Regenfront nicht kam, die Wolken aber sehr wohl da waren. Dadurch konnte es auch nicht wirklich abkühlen und bis zum Morgen ging das Quecksilber nicht unter 20 Grad.

Die Woche mache ich einen recht ruhigen hier in Leipzig und das ist denke ich auch ganz gut so. Am Freitag steht dann noch eine kleine Gartenfeier an, wenngleich das Wetter dann nicht ganz so optimal und mild ist, wie die Woche zuvor, aber mit geeigneter Kleidung und dem richtigen Maß an Alkohol wird das schon passen :-)

Ich habe jetzt mal Zeit gefunden vier Panoramas zu basteln. Dank Sören habe ich auch das passende Programm dafür gehabt (Hugin). Dank nochmals für den Tipp.

Die vier Panoramas könnt ihr euch wie immer anschauen ... einfach auf das Bild unten klicken.

Nun denn ... ich wünsche noch einen angenehmen Tag.
Bye
Marcus



Hier gehts zu den anderen Bildern

Mittwoch, 27. Juli 2011

Ausflug zum Edersee

Einen schönen Guten Abend,

vergangenes Wochenende, genauer gesagt am Samstag (23.07.), stand wieder ein Ausflug auf dem Programm. Diesmal sollte es zum Edersee gehen. Dies ist der flächenmäßig zweitgrößte Stausee in Deutschland und wird, wie der Name schon sagt von der Eder gefüttert.

Dort am Edersee liegt auch eine ziemlich imposante Talsperre, die Edertalsperre. Der See ist also nicht anderes als ein Stausee und dient neben Energiegewinnung und Hochwasserschutz natürlich auch als Erholungsziel. Von Kassel ist es nicht weit dorthin, gerade einmal 50 km.

Also haben wir uns zwei Fahrräder geschnappt und sind mit dem Nahverkehr über Wabern bis nach Bad Wildungen gefahren. Das ist ein netter Kur- und Touristenort und abgesehen von vielen Rollatoren und allgemein eines ziemlich hohen Altersdurchschnittes, war die Stadt doch sehr ansehnlich mit schönen Fachwerkhäusern.

In dieser Stadt, die 2006 Ort der hessischen Landesgartenschau war, haben wir ersteinmal schön gefrühstückt. Dafür hatten wir uns vom Bäcker in Kassel ein bissel was mitgenommen. Anschließend haben wir uns auf's Fahrrad geschwungen und sind über Wega bis nach Hemfurth gefahren. Hemfurth ist ein staatlich anerkannter Luftkurort, der direkt an der Staumauer der Edertalsperre liegt.

Der Wasserstand des Edersee lies ziemlich zu wünschen übrig, aber das ist oft im Hochsommer so, dass dort das Wasser abgelassen wird, für den bevorstehenden Winter. Dennoch sind Staumauern natürlich immer beeindruckend und so bot sich ein ganz schöner Blick.

Mit dem Fahrrad sind wir dann weiter entlang des Edersees gefahren, bis wir nach Rehbach kamen. Rehbach ist ein Ortsteil von Hemfurth. Dort gab es auch eine größere Campinganlage. Wir haben dort zu Mittag gegessen (also jetzt nur Bratwurst und Co) und haben uns schließlich entschieden wieder zurück zu fahren Richtung Hemfurth. Das Wetter war doch nicht so pralle: Kühl, leichter Regen und ziemlich windig. Auf dem Rückweg sind wir noch an einem Baumkronenpfad vorbei gekommen. Das ist quasi ein Weg der auf Höhe der Baumkronen gebaut wurde. Lange gibt es den noch nicht (seit Juli 2010)und die Preise waren auch ziemlich happig. 8€ für 200m Laufweg ... naja, wir haben es nicht gemacht ;-)

Darüberhinaus gab es noch einen Kletterpark, der aber auf dem ersten Blick nicht so interessant aussah, wie in Wiesbaden. Spaß macht es dort aber sicherlich auch.

Wir sind schließlich noch etwas weiter gefahren bis nach Waldeck, wo wir uns im Strandhaus 12 einen schönen Kaffee und ein Stück Kuchen gegönnt haben. Man hätte nun noch mit einer Bergbahn bis zum Schloss Waldeck hochfahren können, wo man sicherliche einen prima Blick auf den See gehabt hätte, aber das haben wir uns auch für das nächste Mal aufgehoben.

Nun ging es endgültig zurück und weil unser Zug in Wega erst in einer Stunde wieder kommen sollte, sind wir gleich noch bis nach Fritzlar gefahren, von wo aus es schließlich mit dem Zug zurück nach Kassel ging.

Viel Zeit hatten wir für Fritzlar nicht. Nur ein kurzer flüchtiger Blick war möglich. Fritzlar trägt den Beinamen Dom- und Kreisstadt und ist wirklich ein schönes Städtchen, was auf einer Anhöhe liegt und einen prima Blick ins Edertal erlaubt. Zudem gab es auch dort viele schöne Fachwerkhäuser und natürlich den Dom zu bestaunen.

Es war ein schöner Ausflug, auch wenn das Wetter zu wünschen übrig lies. Aber dadurch war es wenigstens nicht so voll. Es war ein erster Schnupperkurs und wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass wir dort gewesen sind.

Wie immer habe ich ein paar Bildchen angehängt ... viel Spaß damit.

Bis zum nächsten Mal
Marcus


Ederseeausflug Juli 2011

Mittwoch, 20. Juli 2011

Von Chaos und Schlammschlacht - Mein erstes Festival

Hallo Zusammen,

ich möchte mich mal wieder melden. Am vergangenen Wochenende haben wir das Festivel SeaOfLove in Freiburg besucht. Darüber möchte ich mal eben kurz berichten.

Für mich war es das erste Festival und ich hatte mich gefreut auch endlich mal in den Genuss zu kommen. Allerdings hatte das Erlebnis nicht nur Positives zu bieten, sondern auch einiges Negatives.

Los ging es am Freitag (15.07.) Wir sind relativ spät von zu Hause weggekommen, aber wir wollten uns auch keinen Stress machen, da am Freitag eh noch nichts weiter auf dem Programm stand. Nach einigen Staus kamen wir schließlich in Freiburg an. Der Weg hin zum Campinggelände gestaltete sich dann aber mehr als beschwerlich.

Das Campingelände lag an der Messe Freiburg, während sich das Festivalgelände am Tunisee befand. Wir versuchten also zum Campingelände zu kommen, aber es ging rein gar nichts mehr vorwärts. Es ist zwar klar, dass es bei der Anreise ein wenig dauert, dass aber überhaupt nichts mehr ging, war nicht normal.

Irgendwann begann die Polizei die Zufahrtstrecke zu sperren. Wir standen da schon über 2h. Uns wurde gesagt wir sollen von der anderen Seite ran fahren. Da würde es besser gehen. Aber auch dort ging quasi nichts mehr. Tina ist dann man zum Gelände gelaufen und wollte sich informieren. Doch dort waren alle völlig überfordert und niemand wusste so richtig was man machen sollte.

Wir haben uns schließlich zu einer Baustelle vorgearbeitet, wo wir das Auto abgestellt haben. Dann sind wir zusammen zum Gelände. Dort wo es die Bändchen gab war alles zu spät und es war klar, dass es keine Chancen mehr gibt noch eins zu bekommen. Zu unserer Überraschung gab es aber neben den eigentlich Zugang zum Campingplatz auch noch einen anderen, wo irgendwie keiner kontrolliert hat. Das war alles total chaotisch. Also haben wir Zelt und ein paar Utensilien geholt und haben uns an einer noch freien Stelle positioniert.

Eigentlich war das alle nur ein riesiger Parkplatz, wo es nur Split und Asphalt gab. Also völlig ungeeignet um Zelte aufzustellen. Wir sind dann einen Seitenweg hoch, wo auch etwas Gras war. Dort haben wir dann das Zelt aufgestellt. War nahezu ideal. Zunächst waren wir dort alleine. Am nächsten Tag waren aber noch einige mehr dort. :-)

Die erste Nacht war sehr beschwerlich und nebenher hat auch gleich mal jemand an unser Zelt geschifft, aber was will man machen.

Zwischen "Campingplatz" und Festivalgelände gab es einen Shuttleservice, der auch wieder ziemlich überfüllt war, aufgrund der Massen der Leute. Wir sind also hin gelaufen. Waren 6-7 km und etwa 1,25 h bis hin. Das Festivalgelände selbst war dann eine echt prima Location und wir hatten einen schönen ersten Tag. Der Rückweg war allerdings auch wieder schlecht organisiert. Die Massen konnten nicht so schnell zurücktransportiert werden und sie wurden auch nicht wirklich geleitet. Entsprechend war eine riesige Menschentraube und einige Betrunkene kamen wohl auf die Idee zur Autobahn hochzuklettern, die da direkt langlief.

Es wurde dann Polizei heranbeordert und wir haben uns wieder zu Fuß auf den Weg gemacht. Wir waren auch nicht allein. Das war eine richtige Massenpilgerung.

Am nächsten Tag hat es dann bis zum Nachmittag ersteinmal ausgiebig geregnet. Das Festivalgelände war dann eine riesige Schlammgrube. Wir hatten uns mit Regenhosen und nur Sandalen bekleidet und sind durch den Schlamm gewatet. War das Beste was man machen konnte, da einfach zu reinigen.

Entschädigt wurden wir dann mit DJ Tiesto 8-) So gestaltet sich der Tag doch noch recht schön, gerade weil bei DJ Tiesto direkt wieder die Sonne heraus kam (Zufall? ;-))

Die Nacht auf Montag gestaltete sich weitgehend ruhig (mal von Musik abgesehen), da schon viele abgereist waren.

Die hygienischen Zustände auf dem Festivalgelände waren auch mehr als dürftig. Ist ja prinzipill verständlich und man muss sowieso etwas abgehärtet sein, aber was man da manchmal zu sehen bekam. Ich erspare euch jetzt mal weitere Details.

So war mein erstes Festival geprägt von Licht und viel Schatten. Trotzdem hat es Spaß gemacht und wir haben einfach das beste rausgeholt. Der Veranstalter hat sich dann übrigens groß und breit für alle entschuldigt was schief gelaufen ist (seaoflove.de).

Im Anhang gibt es noch ein paar Bilder, wie versprochen diesmal auch von DJTiesto! Dazu noch ein lohnendes Video vom Finale am Sonntag.

Grüße und bis bald
Marcus


SeaOfLove 2011


Hier gehts zum Video (Achtung: Video wird direkt downgeloaded! ~300MB)