Mittwoch, 8. Juni 2011

Arche NP, Great Basin NP und Fahrt zum Lake Tahoe

Einen schönen Guten Tag,

nach ein paar Tagen Pause, soll es heute mal wieder eine kleine Zusammenfassung der vergangenen Tag geben. Den letzten Bericht gab es vom Canyonlands NP. Nach dessen Besuch stand der Arche NP auf dem Plan. Zusammen mit dem vorgenannten kann man uneingeschränkt sagen, dass sich die Entscheidung nicht gleich nach Westen zu fahren, gelohnt hat.

Der Arche NP war wirklich sehr sehenswert. Die vielen Bögen und Säulen aus Stein ... es ist einfach unglaublich, was die Natur alles geschaffen hat. Wir haben auch alle Trails abgelaufen, um auch möglichst jeden dieser Bögen zu sehen. Und jeder war wirklich eine Besonderheit für sich. Mit den Rocky Mountains im Hintergrund, ist dieser Park einfach nur toll. Einziges Manko sind die Besucherströme. Insbesondere deswegen weil die meisten offenbar nicht in der Lage sind einen durchgestrichenen Fußabdruck als NICHT BETRETEN zu intepretieren. So trampeln alle quer über die Natur, nur um die beste Fotoperspektive zu bekommen. Schrecklich.

Ziemlich heiß war es im Arche NP. Ich habe zwar nicht gemessen, aber es waren 36°C angesagt und so hat es sich auch angefühlt. Die gesamt etwa 20 gelaufenen Kilometer waren da eine richtige Herausforderung.

Nun sollt es endlich gen Westen gehen. Nach einem Nachtaufenthalt in Green River ging es schließlich am Montag los. Das Wetter sollte uns auch weiter mitspielen. Es war nämlich äußerst windig ... oder besser gesagt ziemlich stürmisch. Ohne genaues zu wissen würde ich die stärksten Böen auf 100km/h schätzen. Bei der Angriffsfläche, die unser Riesenjonnie hatte, war das ein riesiger Kampf, das Auto auf der Fahrbahn zu halten.

Wir hatten uns entschieden über Great Basin zu fahren. Zwar wurde uns davon abgeraten (da es nichts groß zu sehen gibt), aber es ist eben der direkteste Weg zum Lake Tahoe gewesen. Durch den Wind wurde der gesamte Staub und Wüstensand aufgewirbelt, was zu extremen Sichteinschränkungen geführt hat. Einmal war es so krass, dass man ungelogen 0 m Sicht hatte. Da wird einem sofort ganz anders, wenn man überhaupt NICHTS mehr sieht. Da hieß es einfach nur abbremsen und beten, dass man bald wieder etwas sieht. Sowas hatte ich vorher noch nicht erlebt.

Irgendwann sind wir dann im Great Basin NP angekommen, wo wir auf einem Campingplatz am Fuße des Wheeler Peaks übernachtet haben. Mitten in freier Natur, ohne Schnickschnack ... einfach nur ein Stellplatz.

Heute wollten wir dann eigentlich eine Wanderung auf dem Mount Wheeler (auf etwa 3000 m, Gipfel 3900 m) machen. Leider lagen dort noch immer solche Schneemassen, dass kein Weg frei war und wir uns entschieden direkt weiter nach Westen zu fahren.

Nach einer gefühlt endlosen Fahrt, die als einzige Attraktion eine riesige Sanddüne mitten im Nirgendwo hatte, sind wir am Abend endlich am Lake Tahoe gelandet. Die Campground preise sind hier sehr happig, dafür ist die Lage aber auch recht schön. Belohnt wurden wir noch mit einem schönen Sonnenuntergang.

Innerhalb von 3 Tagen haben wir also neben Hitze von 36°C, Sandsturm und meterhohem Schnee alles zu sehen bekommen. Da schläft man im Camper mal mit dünner Decke, mal mit Schlafsack und Pullover. An Abwechslung fehlt es jedenfalls nicht. Wegen Schnee haben wir auch den Lassen NP gecancelt (Vulkanlandschaft). Irgendwie scheint hier alles erst im Juli zu schmelzen.

Morgen werden wir hier dann ein bissel am Lake Tahoe herum wandern, ehe wir die Reise nach San Francisco antreten. Anbei wie immer ein kleiner Leckerbissen aus unserer Fotosammlung.

Bis demnächst
Tina und Marcus


Arche Nationalpark
ArcheNP

Great Basin und Lake Tahoe
GreatBasin + Lake Tahoe

Sonntag, 5. Juni 2011

Canyonlans NP

Hallo aus Moab...

... unserem heutigen Nachtquartier. Das ist die wohl touristischte Stadt, die wir seit Las Vegas gesehen haben. Entsprechend verhält es sich auch mit den Campingplatzpreisen ;)

Es ist auch das erste mal so richtig unangenehm warm geworden. Sind wir vom Bryce noch bei Frost gestartet, war es hier in der wüstenhaften Gegend schon deutlich wärmer.

Heute haben wir den Nationalpark Canyonlands besucht, genauer gesagt nur ein Teil davon: The Needles. Unsere Tageswanderung führte uns dabei zum sogenannten Confluence Point. Dort konnte man von etwa 400m Entfernung (Höhe) den Zusammenfluss von Colarado River (eher rötlich) und Green River (eher hell bräunlich) betrachten.

Nicht nur der Zusammenfluss war toll, sondern die ganze Wanderung dort hin. Hin und zurück hat das etwa 5h gedauert. Dabei ging es durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit vielen Felsen. Teils waren auch ein paar kurze Klettereinheiten dabei. Bei der Wärme also durchaus anspruchsvoll.

Die Vielseitigkeit der Landschaft und die riesigen Steine und Felsformationen lassen uns diesen Nationalpark in guter Erinnerung behalten. Auch deswegen, weil kaum Leute unterwegs waren. Auf der angesprochenen Wanderung sind uns gerade einmal 13 Leute begegnet.

Auch morgen klingelt der Wecker wieder 05Uhr. Bei der Wärme sollte man möglichst früh starten. Auf dem Plan steht der Arche NP, ehe es dannach endlich in Richtung Westküste geht.

Anbei noch ein kleiner Bildereindruck ... bis bald
Viele Grüße
Tina und Marcus


Canyonlands NP - The Needles
CanyonlandsNP-TheNeedles

Freitag, 3. Juni 2011

Endlich Bilder + Bryce Canyon NP

Howdy!

nun hat endlich die Kombination aus Strom und Internet geklappt, sodass es möglich war Bilder hoch zu laden. Wir haben die Anzahl an Bildern pro Station bewusst klein gehalten. Nicht, weil es nichts zu fotografieren gab, sondern um das ganze als Apetizer zu verwenden. Würden wir jetzt schon alles zeigen, hätte keiner mehr Interesse an einer Fotosession. :-)

Die Auswahl der Fotos war dabei sehr beliebig. Es sind nicht zwingend die besten, sondern einfach ein paar um einen Eindruck zu bekommen.

Heute wollten wir eigentlich einen eher ruhigen Tag machen und nur zum Bryce anreisen. Da aber noch genug Zeit, haben wir dann doch wieder eine größere Tour gemacht. Dabei sind wir zunächst an der Abbruchkante entlang spaziert, um später schließlich hinab zu steigen und durch die Canyonlandschaft zu „spazieren“.

Bryce Canyon ist wirklich unglaublich. Man hatte bei den ganzen kleinen Türmchen manchmal das Gefühl, man würde auf einem anderen Planeten wandern. Es war so beeindruckend und vielfältig, dass man fast gar nicht mehr aufhören konnte zu fotografieren. Auch wenn Zion und Grand Canyon ebenfalls sehr beeindruckend waren ... wir sind uns einig, dass uns Bryce bisher am besten gefallen hat.

Für die nächsten Tage haben wir unsere weitere Planung etwas geändert. Statt jetzt nach Westen zu fahren, machen wir nun doch nochmal einen „Abstecher“ zum Arches NP und auf dem Rückweg ein Teil des Canyonland NP.

Wir melden uns wieder ...

Alleine eine schöne Restwoche
Tina und Marcus


Zion Nationalpark
Zion NP

Grand Canyon Nationalpark
GrandCanyon

Bryce Canyon Nationalpark
110602_BryceCanyon

Donnerstag, 2. Juni 2011

Zion und Grand Canyon

Hi folks,

heute möchten wir euch mal wieder einen kleinen Statusbericht liefern:

Wir haben unseren Camper am vergangenen Sonntag in Empfang genommen. Leider gab es noch diverse Extrakosten, von denen wir vorher nix wussten. Aber es ließ sich nicht ändern. Auch ist der Camper ein wahres Schlachtschiff. Da hat uns das Modell im letzten Jahr doch deutlich besser gefallen. Leider haben wir aber über das Reisebüro nicht anderes bekommen. Die Karre frisst ganze 25l pro 100 km. Das führt dazu, dass wir recht häufig die Tankstelle aufsuchen müssen. Und Benzin bekommt man hier nun auch nicht mehr geschenkt ;)

Nun gut. Der erste Tripp führte uns von Las Vegas bis nach St. George. Wie angekündigt nur eine Kurzstrecke, weil die Nacht zuvor doch etwas kurz war ;) Von dort sind wir schließlich am nächsten Tag zum Zion Nationalpark gefahren.

Unser Auto haben wir in Springfield abgestellt und sind anschließend mit dem kostenlosen Shuttle in den Park gefahren. Wir konnten dort einige schöne Wanderungen machen. Die finale Wanderungen führten uns schließlich zu Angels Landing. Von dort gab es eine unglaubliche Sicht über den Zion Canyon. Es war einfach fantastisch und sehr beeindruckend.

Der Dienstag war dann der Tag um vom Zion NP zu Grand Canyon NP zu gelangen. Wir wollten dort den North Rim besuchen, wo wir auch einen Platz reserviert haben. Den Tag dort haben wir noch genutzt um ein paar Rundwege zu machen und die atemberaubende Canyonlandschaft zu erkunden. Wenn man dort steht, findet man keine Worte mehr um zu beschreiben, was man sieht.

Am Mittwoch war schließlich der Abstieg in den Canyon geplant (Startpunkt 2515 m). Wir hatten uns vorher beim Visitor Center informiert bis wohin man gehen sollte. Uns wurde gesagt bis Supai Tunnel (2070 m, Entfernung 3.2 km) und nur wenn wir uns noch gut fühlen bis zur Redwall Bridge (1860 m, Entfernung 4.2 km). Auch wurde uns mehrfach gesagt, dass wir 2 bis 3mal so lange wieder hoch brauchen, wie hinunter.

Also auf ging's. Der Weg bergab hat zwar recht gestaucht, aber es ging. Irgendwie war aber kaum etwas ausgeschildert, wo man genau war. Wir sind also einfach immer weiter gelaufen und nach etwa 3h waren wir plötzlich am Cottonwood Campground (1240 m, Entfernung 10.9 km). Da ist also irgendwie etwas schief. Wir waren viel weiter als wir hätten gehen sollen. Leider konnte man den Colorado River nicht sehen und auf Nachfrage wurde uns mitgeteilt, dass man ihn auch erst ganz unten sieht.

Wir haben also unseren Rückweg angetreten. 3h runter macht also bei doppelt so langer Dauer 6h hoch. Völlig erschöpft sind wir schließlich oben angekommen. So ein langer Aufstieg schlaucht gewaltig. Zu unserer Überraschung haben wir aber nur 3h15min hoch gebraucht. Irgendwie hat das also alles nicht gestimmt bei dem Visitor Center.

So hatten wir aber noch genug Zeit um etwas zu fahren. Morgen geht es dann weiter zum Bryce Canyon. Wir sind gespannt, was uns dann dort erwartet. Bis dahin einstweilen bye bye und bis zum nächsten Mal.

Viele Grüße
Tina und Marcus

PS: Bilder gibt es erstmal nicht, da meine Batterie fast alle ist und ich die anderen Bilder erst noch sortieren muss. Bei neuer Batterie und Internet dann mehr.

Sonntag, 29. Mai 2011

Tiesto - Club Life

Servus ...

... kurze Wortmeldung aus Las Vegas. Ein ziemlich stressiger Tag und eine ziemlich kurze Nacht liegen hinter uns. Gestern war Abflug aus New York. Der Flieger war etwa 20 min später angesetzt worden. Das war aber kein größeres Problem.

Viel ärgerlicher war hingegen, dass der Anschlussflug in Cleveland 25min Verspätung hatte, weil auf andere Flieger gewartet werden musste. Grund: Die Zeit zwischen Ankuft in Las Vegas und Konzert war ohnehin schon recht knapp, Wir sind dann also gg 20 Uhr am Flughafen angekommen und direkt zum Taxi gedüst.

War ganz schön frisch in Las Vegas und auch sehr windig. Am Abend waren es noch 23 Grad, aber auf unserem Heimweg vom Konzert waren es dann gerade mal noch 15 Grad. Ein richtiger Kaltlufteinbruch also.

Taxi vom Flughafen zum Hotel war unverschämt teuer. Mal abgesehen davon, dass aufgrund des Memorial Day Weekends hier eh alles zu spät war. Immerhin 35 bucks für ne Strecke, die vielleicht 3-4 Meilen war. Man muss ja auch immer noch dieses Trinkgeld zahlen.

Letztendlich habe wir es dann aber doch einigermaßen in time zum Club geschafft, wo ein Vor-DJ natürlich ersteinmal aufgeheizt hat. Tiesto kam schließlich gegen 1Uhr und hat bis 04:30 Uhr aufgelegt. Es war ja in der Tat ein teueres Ticket auf dem Firstfloor. Tiesto war es aber jeden Dollar wert. Einfach nur klasse !!! Mit Getränken haben wir uns dann aber doch zurückgehalten, nicht, dass noch der Eindruck entsteht, wir wären Großverdiener.;-) Immerhin 8 bucks für eine Cola 0.3l, die zu 70% aus Eis besteht ;-)

Nach seeehr kurzer Nacht sind wir jetzt gerade bei Subway um nochmal etwas zu essen. Essen war gestern nämlich auch schwierig, weil die Abzocker von Continental doch tatsächlich Extramoneten für Futter an Bord haben wollten, worauf wir natürlich dankend verzichtet haben.

So ... nun geht es den Camper abholen und dann auf nach Norden. Weit werden wir heute sicher nicht noch fahren, aber morgen ist dann Zion NP geplant.

Bis zum nächsten Mal
Grüße
Tina und Marcus

PS: In der Hektik hatten wir leider die kleine Kamera vergessen um Bilder im Club zu machen. Das holen wir dann beim Seaoflove nach ;)

Samstag, 28. Mai 2011

Erster Stopp in New York

Hey Guys ...

... wir sind gut in den USA angekommen und haben in den vergangenen beiden Tagen New York etwas näher kennen gelernt.

Abflug war am vergangenen Mittwoch ... die Vulkanasche hatten glücklicherweise keinen Einfluss auf unsere Reise. In Newark (New Jersey) gelandet, wurden wir erstmal komplett erfasst. Sprich Fingerabdrücke (alle Finger) und Foto. Fehlten nur noch die Urin- und Blutprobe. Das soll mir nochmal jemand in Deutschland was vom gläsernen Bürger erzählen. Die USA weiß innerhalb kürzester Zeit mehr von mir, als mein eigenes Heimatsland.

Am Mittwoch ging dann nicht mehr viel. Wir sind vom Flughafen gefühlte 3h Stunden mit dem Bus in die Innenstadt gefahren und von dort weiter via Subway zum Hotel. Mit Rucksack hinten und vorne sah das sicher nicht nur lustig aus, sondern war auch ziemlich anstrengend.

Am Donnerstag haben wir dann Downtown erkundet. Sprich Brooklyn Bridge, Ground Zero, Wall Street und was man noch so alles in der Gegend findet. Wir sind auch mit der Fähre nach Staten Island gefahren, um auf dem Weg dort hin der Freiheitsstatue etwas näher zu kommen. Die Sicht war gestern allerdings nicht so dolle. Hin und wieder tief hängende Wolken und diesig. Entsprechend war es mit den Fotos auch recht schwierig.

Am heutigen ... bei euch gestrigen Freitag haben wir dann zusammen mit meiner Schwester etwas unternommen. Sie hat uns durch den Central Park geführt. Anschließend sind wir bis zum Rockefeller Center gelaufen und haben uns dort New York mal von oben angeschaut. Zwar war die Sicht auch diesmal nicht astrein ... typischer Warmsektor halt ... aber besser als am Vortag. Auf dem Weg dort hin haben wir natürlich auch noch andere Dinge kennen gelernt, die ich hier in der Kürze der Zeit nicht alle aufzählen kann. In jedem Fall ein interessanter Rundgang bei dem wir viel kennen gelernt haben.

Zwei Tage durch die Gegend laufen sind eine ganz schöne Belastung für die Füße. Morgen aber geht es schon weiter ... da fliegen wir über Cleveland nach Las Vegas. Dort kommen wir gg 19Uhr an. Dann schnell ab ins Hotel ... Zeug abstellen und gleich zum The Joint (beim Hard Rock Café) zum Tiesto-Konzert. Zusammen mit Flug, Zeitumstellung und Disco bis zum Morgen wird das sicherlich wieder ziemlich anstrengend. Aber wir freuen uns drauf.

Wir werden uns dann sicher wieder melden, wenn wir unseren Camper haben und das nächste Mal Internetzugang. Bis dahin ersteinmal ein schönes WE.

Zum Abschluss ein ganz kleiner Einblick in die Bildersammlung...

Grüße
Tina + Marcus


USA_NewYork

Mittwoch, 18. Mai 2011

Ein Wochenende im Zeichen des Fußballs

Hallo zusammen,

ein spannendes und ereignisreiches Wochenende liegt hinter uns. Geplant war eine Reise nach Bochum und der Besuch des letzten Spiels von Bochum in der zweiten Liga. Nachdem ich bereits am Donnerstag in Kassel angekommen bin, ging es dann am Samstag endlich los.

Das Wochenende war ja geprägt von Fußball, denn bereits am Samstag war der letzte Spieltag in der ersten Bundesliga. Entsprechend begegneten uns schon auf dem Kasseler Bahnhof die ersten Fans. Gesichtet wurden die ersten Dortmunder und ein paar Hamburger Fans.

Die Anreis nach Bochum verlief relativ problemlos. Da bereits schnell alles ausgebucht war, mussten wir uns in Essen niederlassen. Das ist im Ruhrgebiet aber bekanntlich kein größeres Problem. Der Mensch an der Rezeption hat uns natürlich sofort als Besucher des Eurovision Song Contest abgestempelt. Nachdem wir ihn darauf aufmerksam gemacht hatten, dass wir zum Sonntagsspiel wollten, haben wir ihm dann wohl seine Illusion der Menschenkenntnis genommen ;-) Das Hotel war alles in allem ganz nett.

Wir haben uns dann auf den Weg nach Bochum gemacht, um dort mal ein bissel die Stadt zu erkunden. Unterwegs trafen wir dann schon auf größere Fangruppen von Dortmund und auch ein paar Schalker. Zu unserer Überraschung war Bochum doch gar nicht so unansehnlich. Ich mein ist jetzt nicht die schönste Stadt, die wir gesehen haben, aber in Relation zu den Erwartungen ...

Aufgrund der Tageskarte konnte wir dann auch ein wenig mit der U-Bahn umher fahren. So haben wir beispielsweise das Deutsche Bergbaumuseum aufgesucht. Da die Öffnungszeiten aber nur einen Besuch bis 17Uhr zuließen, haben wir uns dazu entschieden, dass beim nächsten Mal nachzuholen.

Danach sind wir zum Uni-Campus gefahren, der einige interessante Ansichten bot. Da war das Parkhaus direkt und dem Campushof und hinten raus hatte man einen Ausblick in die grüne Natur. Es lohnt sich auf jeden Fall mal dort vorbei zu schauen und dort umzuschauen. Trotz der ollen Blockbauten war es eigentlich ganz nett dort.

Weiter ging es zum Bermuda-Dreieck, wo wir die letzten Minuten der ersten Liga in einem der vielen aufgestellten Fernseher angeschaut haben. Das ist mal wirklich eine Fußballfankultur. Eine Fußballkneipe an der nächsten und alle möglichen Fußballtrikots. :-) Von nun an stand fest, dass Gladbach der mögliche Relegationsgegner von Bochum ist, was uns jetzt nicht so sehr freute.

Wir haben dann ersteinmal gemütlich einen Kaffee getrunken, ehe wir uns auf den Weg zur Jahrhunderthalle gemacht haben. Die Umgebung der Halle ist landschaftlich wunderbar restauriert. Da hat es wirklich Spaß gemacht spazieren zu gehen. Auch architektonisch sind die dortigen Brücken sehr ansehnlich.

Sonntag war es dann endlich soweit. Das Spiel sollte um 13:30 Uhr starten. Wir haben uns also auf den Weg nach Bochum gemacht. Da der große Umzug in Dortmund geplant war, kamen uns immer wieder Massen an Dortmundfans entgegen. Die sind auch quasi an jeder Haltestelle der S-Bahn nach Bochum zugestiegen. Allerdings nahm auch der Blauanteil immer mehr zu.

In Bochum schließlich musste man die "normalen Menschen", die an diesem Tag nichts mit Fußball zu tun hatten, schon fast suchen. Der Plan war den Rucksack in ein Schließfach einzuschließen. Dumm nur, dass viele andere Leute auch diesen Plan hatten. Nun war guter Rat teuer. Wir also direkt ins benachbarte IBIS getigert und nach einer Bleibe gefragt. Leider war da nix zu machen. Auf der anderen Straßenseite war aber noch das "Park Inn". Die waren dort sehr nett und haben bereitwillig und auch unentgeldlich den Rucksack angenommen. Sehr schön! Irgendwie wurden wir das Gefühl nicht los, dass wir nicht die ersten waren, die diese Option genutzt hatten (wir hatten eine 4stellige Nummer ;-)).

Nun konnte es also endlich los gehen. Im Stadion angekommen war im Stehbereich schon alles ziemlich voll, obwohl es noch eine 3/4 Stunde bis zum Spiel war. Wir haben uns mit zwei Bier also nach oben durchgeschlagen. Kurz bevor das Spiel los ging dachte ich mir, dass es vielleicht ganz gut wäre nochmal die Örtlichkeiten aufzusuchen. Aufgrund nicht vorhandener Gänge, gab es da aber absolut keine Chance. Da möchte ich dann auch nicht dabei sein, wenn mal eine Massenpanik ausbricht...

Das Spiel hätte besser nicht laufen können ... 3:1 und die Relegation geschafft. Nach dem Spiel kam man auf die Idee anzukündigen, dass man ab sofort ein Ticket für das Relegationsheimspiel kaufen kann. Das hat zu erhöhten Komplikationen beim Verlassen des Stadions geführt. Der Verkauf war nämlich innerhalb der Einlasstore und wir mussten raus. Es entwickelte sich eine Gegenströmung, die vor allem bei den Toren zu akuter Atemnot bei kleingewachsenen Menschen führt. Irgendwie haben wir uns aber nach 20min dann doch rausgewunden ... sichtlich erleichtert. Das war also sicherlich suboptimal mit dem Kartenverkauf.

Für unsere Heimreise nach Kassel (bzw. für mich dann weiter nach Offenbach) hatten wir ein Wochenendticket gekauft und waren damit auf Nahverkehr angewiesen. Wenn man den verschiedenen Fangruppen näher kommen will ... der beste Weg ;-) Erst sollt es von Bochum nach Hamm gehen. Der Zug hatte aber mehr als 20min Verspätung. Daher haben wir uns kurzfristig entschieden nach Paderborn weiter zu fahren. Der aus Dortmund ankommende Zug entleerte sich gelb und wurde mit blau gefüllt.

Der Zug in Paderborn sollte auf uns warten. Da dieser aber nicht direkt nach Kassel fuhr, sorgte das für einige Irritationen. Reaktionsschnell und mit etwas Glück haben wir ihn dann aber doch bekommen. In Warburg war Umsteigen angesagt. In dem dort wartenden Zug empfingen uns rauchend und trinkend die Anhänger der Löwen, die in Paderborn ein Auswärtsspiel hatten und offenbar schon vorher in Warburg ankamen. Vorbei an ersten Alkoholleichen haben wir dann doch noch ein nicht so verrauchtes Abteil gefunden.

Von Kassel bin ich dann schließlich weiter nach Frankfurt gefahren. Warum ein Kaiserslautern Fan auf dem Kasselbahnhof war, wo doch offenbar Kaiserslautern bereits am Vortag ein Heimspiel hatte, erschließt sich mir allerdings nichts. Er komplettierte aber schließlich unsere vielfältigen Fanerlebnisse.

Ich kann nur jedem empfehlen sich ein Wochenendticket zu nehmen und dann mit den Regionalzügen durch das Ruhrgebiet zu fahren. Das ist wirklich interessant :-) Anbei noch ein paar Bilder von Bochum und Spiel.

Viele Grüße
Marcus


Bochum11051415